Was ist das Leben manchmal anstrengend. Eine Last.
Sooo viel zu tun, so viel was wir müssen müssen.
So viel, was erledigt werden muss, eigentlich hängt man immer hinterher.
Dann noch die Last, was ich alles sein muss und was andere (meiner Meinung nach) sein müssen.

Ich habe zum Beispiel lange geglaubt:
Als Selbständiger muss ich viel arbeiten
Da kommt gleich Freude auf, oder?

Die TOP 10 der stressigen „ICH MUSS“ Sätze, die ich in meinen 15 Coachingjahren gehört habe, sind:

– Ich muss mich weiter entwickeln
– Ich muss meine Eltern/ Geschwister lieben
– Ich muss den Sinn des Lebens finden
– Ich muss gesund sein
– Ich muss glücklich sein
– Ich muss ein guter Liebhaber sein
– Ich muss mich um andere kümmern
– Ich muss mich selber lieben
– Ich muss erfolgreich sein
– Ich muss anziehend wirken

Haben Sie noch einen, der Sie richtig stresst? Dann schreiben Sie ihn mir gern am Ende des Artikels 🙂

Hier lesen Sie, wie Sie stressige Glaubenssätze auflösen können

Warum  Sie  gar  nichts  müssen  –  Grund  Nr. 1

Denken Sie mal kurz an das, was Sie müssen.
Nur kurz. Welche Bilder sehen Sie vor Augen?
Und wie fühlt es sich an, wenn Sie glauben,
dass Sie das müssen? Bitte nehmen Sie sich ein paar Sekündchen Zeit, das zu spüren.

Ich habe noch nie einen „Ich muss…“ Satz gehört,
der keinen Stress ausgelöst hat. Müssen macht Druck
und verdirbt mir die Freude an dem, was ich tue.
Und zwar schon lange, bevor ich es tue.
Nämlich immer dann, wenn ich daran denke.
Jedes Mal während des Tages (oder auch in der Nacht)
wenn dieser Gedanke in Ihnen auftaucht, fühlen Sie Unbehagen.
Vielleicht Ärger, vielleicht Anspannung oder gar Wut. Eine Art Lähmung kann die Folge sein
unter der ihr Körper dann gar nichts mehr kann.

Zu glauben: „ich muss“ ist oft kontraproduktiv, denn meine Lust, diese Sache anzugehen,
ist unter dem Druck nicht gerade ausgeprägt.
Aufschieberitis und schlechtes Gewissen sind in der Folge keine Seltenheit.
Nicht zu reden von den muskulären Verspannungen, die ich mir mit diesem Druck beschere,
wegen derer ich dann 3x pro Woche ins Fitnesscenter muss (schon wieder ein „Müssen“)
oder Zeit werde finden müssen, um zur Massage zu gehen.
Druck, Stress und Verspannungen führen zu einer flachen Atmung und nicht selten zu Krankheiten.
Bei chronischem Stress wird das Immunsystem geschwächt, der Blutdruck steigt,
es besteht ein erhöhtes Risiko für ernsthafte Krankheiten…
ja, gut, ok, ich hör schon auf… 🙂

Warum  Sie  gar  nichts  müssen  –  Grund  Nr. 2

Es ist einfach nicht wahr. Ich muss überhaupt nichts.
Ich muss nicht müssen. Ich muss noch nicht mal leben.

Meist steckt in den Dingen, die ich zu müssen glaube, auch etwas, das ich will.
Manchmal denke ich am Morgen: „ich muss aufstehen.“
Wie geht es mir, wenn ich das glaube?
Wenn ich muss, ist es schwer, mühsam, und Fragen wie: „Warum nur?“ und „Wieso?“ plagen mich.

Könnte es nicht auch sein, dass ich aufstehen will?
Ich will aufstehen, weil ich mein Kind wecken will, mit ihm frühstücken will, sein Pausenbrot schmieren will,
hören will, was heute so anliegt und es an der Tür nochmal drücken will. Das alles will ich.

Wie würde es sich beim Aufwachen anfühlen zu denken:
Ich will aufstehen!? (statt „ich muss“)

Ich streune mit meinen Gedanken ein bisschen in die Zukunft.
Was glaube ich denn noch zu müssen? Ach ja, die heiß geliebte Steuererklärung!
Ich seufze. Ja, die muss ich machen, kommt mir in den Kopf. Aber halt! Ist das wahr?
Nein, selbst die muss ich nicht machen. Ich könnte mich auch schätzen lassen.
Dadurch würde ich allerdings mehr zahlen. Und, so sagt mein Anwalt,
der Gerichtsvollzieher steht irgendwann vor meiner Tür. Ok,ok.
Ich erkenne, ich will die Steuererklärung machen. Spart mir Geld und Ärger.

Warum  Sie  gar  nichts  müssen  –  Grund  Nr. 3

Ich habe festgestellt: vieles geschieht von allein.
Ich muss nicht atmen, das Atmen geschieht von allein.
Ich muss nicht mit Absicht gehen. Meine Füße tragen mich,
Transportmittel fahren mich, fliegen mich, nehmen mich mit.
Ich muss mich nicht an der Erde festhalten. Sie trägt mich.
Das Blut rennt von allein durch meine Adern und mein Innerstes wird ganz von selbst
von der Haut zusammen gehalten. Für all das muss ich nichts tun.
Meine Augen schauen von allein, die Ohren hören, Hände fühlen.
Die meisten Menschen helfen, wenn ich sie (freundlich) bitte.

In den vierzehn Jahren, in denen ich nun schon mit The Work arbeite habe ich festgestellt:
„Ich muss…“ ist niemals wahr. Ich muss nicht liebevoll sein, wenn mir nicht danach ist
und ich muss auch nicht immerzu glücklich sein. Schön, oder?

Wenn Sie möchten, finden Sie mal einen Gedanken, der bei Ihnen mit „Ich muss….“ beginnt.
Und dann geben Sie sich zwei, drei Minuten und schauen mal, ob Sie wirklich sicher sein können,
dass Sie das müssen. Dann nochmal zwei Minütchen um zu schauen,
wer Sie ohne den Gedanken sind. Wenn Sie diesen „Ich muss…“ Gedanken nicht glauben würden.

Und dann finden Sie ein ehrliches Beispiel, warum Sie genau diese Sache nicht müssen.
Und dann noch eins. Und noch eins. Drei. Das können Kleinigkeiten sein.
Hetzen Sie sich nicht und gehen Sie davon aus, dass es diese Beispiele gibt.

Wie fühlt es sich an ohne müssen?
Wie ist Ihr Leben, wenn Sie weniger müssen müssen?
Wenn Ihr Leben aus Dingen besteht, die von alleine geschehen und Dingen, die Sie wollen & möchten?
Für mich ist es herrlich. Einfach herrlich.
Wie immer, ist auch dies eine Frage der Sichtweise.

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Über Ina Rudolph

Zwanzig Jahre hat sie als Schauspielerin gearbeitet, dann lernte sie THE WORK kennen und lieben. Sie schreibt Bücher darüber, gibt Seminare, und hilft Menschen in Einzelsitzungen, bessere Perspektiven zu sehen als Kummer und Schmerz. Wenn Sie mehr wissen wollen, schreiben Sie doch eine Nachricht über das Kontaktformular.

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