Um Selbstliebe geht es in meinem neuen Buch, welches ich gerade schreibe.

Stell Dir vor, der innere Kritiker kommt zur Ruhe und Du bist einverstanden mit dem,
was Du jeweils gerade bist. Ja, nicht nur das – Du kannst immer die Vorteile von dem sehen,
was Du gerade bist. Du musst nicht mehr gegen irgendetwas in Dir ankämpfen.
Kein Zusammenreißen, kein Zähne-zusammen-beißen. Kein Verleugnen, Verstecken, Herauswinden.
Wenn Selbstliebe Dein Thema ist und Du Lust hast, begleite mich ein bisschen,
bis ich das Manuskript im April abgebe.

Schau mal, so sieht das Cover aus:

Selbstliebe mit The Work von Byron Katie

Wie findest Du Titel und Cover? Spricht es Dich an?
Schreib es mir gern in das Kommentarfeld am Ende des Artikels. 🙂

Ich beschäftige mich schon ein paar Jahre mit der Work mit diesem Thema
und habe sogar ein eigenes Seminar.

Die wichtigsten Irrtümer/ Fragen/ Mythen zu dem Thema habe ich gesammelt und möchte sie
(aus meiner Sicht) in einer Serie in meinem Blog aufklären. Los geht’s:

1. Mythos der Selbstliebe: Wenn ich mich selbst liebe, dreht sich alles nur noch um mich und andere werden mich egoistisch finden

1) Was andere finden, hat meist mehr mit ihnen selbst zu tun, als mit mir.
Sie sehen die Welt durch ihre Bewertungsbrille und nach ihren Erfahrungen und Meinungen.
Je nachdem, wo derjenige, der mich beurteilt, gerade in seinem Leben steht,
wieviel Liebe er sich selbst zuteilwerden lässt, urteilt er auch über Selbstliebe.
Jemand, der sich jegliche Zuwendung versagt, sich zusammenreißt und hart zu sich selbst ist,
wird Eigenliebe sicher auch bei anderen nicht so angebracht finden. Seine Werte sind einfach andere.
Könnte sein, dass derjenige Selbstliebe als Egoismus bezeichnet. Ebenso jemand,
der sein ganzes Leben lang für andere da war oder sein musste.
Dessen Leben auf Hilfe für andere ausgerichtet ist, und für den Aufopferung einen hohen Wert besitzt.

Und eine Person, die gerade selbst erfahren hat, wie schmerzlich es ist, gegen sich selbst zu arbeiten,
wird für Selbstliebe offener sein. Sie wird sich vielleicht schon auf dem Weg zu sich selbst befinden.

2) Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich alles um mich dreht, wenn ich mich nicht liebe.
Dann bin ich unsicher und lechze nach Bestätigung von anderen.
Die sollen diesen Job für mich übernehmen. In Gesprächen kann ich nicht richtig zuhören,
denn ich möchte bald wieder zu Wort kommen, um mich zu spüren.
Ich will von den anderen (eigentlich von der ganzen Welt), dass sie mir zurückmelden,
was für ein toller Hecht ich bin. Erst dann fühle ich mich wohl. Ich richte mein Handeln
und Denken so aus, dass ich möglichst viele solche Rückmeldungen bekomme.
Es geht also immer um mich – nicht wirklich um die anderen.

Seit ich mich selbst liebe, habe ich ein aufrichtiges Interesse an anderen Menschen
und auch Platz dafür. Natürlich nicht unbegrenzt.
Durch den guten Kontakt zu mir selbst kann ich gleich bemerken,
wenn dieser Platz aufgebraucht ist und kann das freundlich anmerken.
Nicht erst, wenn das Konto schon überzogen ist und der Ärger schon in mir wütet.

2. Mythos der Selbstliebe:  Um mich selbst zu lieben, muss ich mich erst einmal kennen

Hast Du schon einmal eine Sache oder einen Umstand oder ein anderes Lebewesen geliebt?
Ist Deine Liebe geflossen, ohne dass Du es gekannt hast?
Bitte such mal so ein Beispiel aus Deinem Leben. Nimm Dir kurz Zeit.
Ich erinnere mich lustigerweise zuerst an einen süßen kleinen Teddybären,
den ich vor vielen Jahren im Schaufenster sah. Nicht eine Minute habe ich gebraucht,
um mich sehr tiefgründig in ihn zu verlieben. Ich bin in den Laden, habe ihn in meiner Manteltasche
nach Hause getragen und seitdem liebe ich ihn. (Foto?) Bei Dir war es vielleicht ein lebendiges Tier
oder ein anderer Mensch. Vielleicht hast Du Dich sogar gewundert, wie das sein kann,
dass Du so viel empfindest, ohne auch nur irgendetwas zu wissen.
Scheinbar hat Liebe nichts mit Wissen zu tun, nicht mit dem verstandesmäßigen Wissen.
Für mich eher mit einem ganzheitlichen Erfassen.

Wenn Du mit der Liebe wartest, bis Du Dich kennst, könnte es sein, dass Du nie dazu kommst.
Das, was ich bin, oder was ich als ICH erlebe, befindet sich in einem ständigen Wandel.
In einem Moment kenne ich mich mit mir aus und im nächsten schüttele ich vor Erstaunen den Kopf.
„Nanu,“ denke ich manchmal, „was habe ich denn da gesagt/gedacht/getan?…“

3. Mythos der Selbstliebe:  In mir steckt was ganz Böses. Das kann man nicht lieben

Diesen Einwand habe ich tatsächlich schon häufiger gehört.
In manchen Menschen steckt eine tiefe Angst, es könnte ein Monster in ihnen wohnen.
Etwas Urböses. Dieses Monster soll weder beachtet, noch mit Liebe bedacht werden.
Es könnte wachsen und völlig außer Kontrolle geraten.

Ich habe noch nie einen Menschen gesehen, der böse war, wenn er aufrichtig war.
Das, was demjenigen als böse erscheint, sind seine Widerstände, seine Angst, seine Enge
und die Ablehnung dessen, was  gerade da ist. Der Druck, der im Innern entsteht,
wenn er sich selbst wegdrückt, wenn er seine ehrlichen Impulse übergeht.
Wenn er sich selbst fremd wird.

Wenn Du kannst, schau doch mal, was Dein Monster braucht, begegne ihm mit Verständnis,
mit einem offenen Herzen. Und dann spür nochmal, ob es böse ist…

4. Mythos der Selbstliebe: Wenn ich mich selbst liebe, werde ich faul und träge.
Denn dann brauche ich ja nichts mehr im Außen und werde mich für nichts mehr anstrengen.

Es ist ein weit verbreiteter Glaube, dass ich Stress und Ärger als Antrieb brauche.
Dass ich aus einer Zufriedenheit, Ruhe und Liebe heraus gar nicht mehr vom Sofa hochkomme.
Ich könnte Dir hier natürlich versichern, dass das so nicht ist – aber bitte – glaube mir nichts.
Die Überprüfung mit The Work ist ja dafür da, dass jeder selbst seine Wahrheit findet,
seine eigene Weisheit anzapft. Bitte finde ein Beispiel aus Deinem Leben,
wo Du aus einem Gefühl der Liebe und Ruhe heraus etwas bewegt hast.
Wo Du Ideen hattest, Lust hattest, sie umzusetzen und auch zeitnah dafür losgegangen bist.
Hast Du eins?
Stimmt das also wirklich, dass aus bedingungsloser Liebe Faulheit erwächst?
Und wie anders fühlt es sich an, aus Liebe, statt aus Stress und Ärger heraus zu agieren?

*

Hast Du selbst Einwände gegen Selbstliebe?
Was, glaubst Du, könnte daran nicht gut, kontraproduktiv oder ungünstig sein?
Was hält Dich davon ab, Dich selbst zu lieben? Warum, glaubst Du, gelingt Dir das nicht?
Dann schreib mir das gern ins Kommentarfeld 🙂

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Über Ina Rudolph

Zwanzig Jahre hat sie als Schauspielerin gearbeitet, dann lernte sie THE WORK kennen und lieben. Sie schreibt Bücher darüber, gibt Seminare, und hilft Menschen in Einzelsitzungen, bessere Perspektiven zu sehen als Kummer und Schmerz. Wenn Sie mehr wissen wollen, schreiben Sie doch eine Nachricht über das Kontaktformular.

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