Wenn Du Dein Leben richtig genießen willst, kann es hilfreich sein, dir neue Gewohnheiten zuzulegen. Welche das sind, das möchte ich Dir hier verraten.

1) Wende Dein Denken so an, dass es Dir und anderen nützt

Wir Menschen haben das Denken. Dieses Denken kann uns nützlich sein. Es kann uns helfen, Dinge zu sortieren, zu entwicklen und zu verstehen. Aber das Denken kann mich auch in den Wahnsinn treiben, wenn ich es auf eine unpraktische Weise anwende. Wenn ich Zweifeln viel Raum lasse, destruktiven Gedankengängen folge und alle Schwierigkeiten persönlich nehme. Wenn ich mit meinen Gedanken in den Angelegenheiten der anderen bin und nicht bei mir. Wenn ich Sorgen über die Zukunft hin und her würfele, anstatt tatsächlich praktisch vorzusorgen, sollte mir das ein Bedürfnis sein. Oder Geschichten aus der Vergangenheit wieder und wieder vorbringe und sie sich im Kreis drehen, ohne jemals eine friedliche Lösung zu finden. Wie wäre es, wenn Du beschließen würdest, Dein Denken so anzuwenden, dass es Dir und anderen nützt? Gedanken sind harmlos. Es sei denn, ich glaube sie. Stressige Gedankenkonzepte kann ich mit The Work hinterfragen, überprüfen und auflösen. Meist ist das, was ich da Belastendes geglaubt habe, so nicht wahr. Und ich kann meine Gedanken beobachten. Sie wahrnehmen, wie ich auch wahrnehmen kann, was ich jetzt gerade höre oder sehe. Was ist es, was Deine Augen gerade sehen? Was hören Deine Ohren? Was kannst Du mit Deinen Händen tasten? Welche Empfindungen kannst Du in Deinem Körper wahrnehmen? Nimm Dir gern ein Minütchen, um wahrzunehmen, was Du gerade wahrnehmen kannst. Und dann bemerke, welche Gedanken gerade in Deinem Kopf herumschwirren. Kennst Du diese Gedanken? Wie lange schon? Kannst Du dieser Geschichte einen Namen geben? (Das ist meine „Ich bin nicht genug“ Geschichte/ meine Eifersuchtsgeschichte/ meine „Ich sollte schon weiter sein“ Geschichte oder anderes) Nimm diese Gedanken einfach nur wahr. Eine Minute. Als würde ein Radio im Raum spielen. Wie fühlt sich das für Dich an? Sind die Bilder, die Du dabei siehst, real oder nur vorgestellt? Bemerke, wie die Geschichte, die da aufgetaucht ist, nur eine Vorstellung ist, eine Phantasiereise, eine Erinnerung. Jetzt hier gerade ist sie nicht real. Und Du hast die Fernbedienung und kannst den Sender wechseln. Komm wieder zurück zu dem, was im Moment tatsächlich real vorhanden ist. Du sitzt, stehst oder liegst irgendwo und liest diesen Blogartikel. Das kannst Du auch wahrnehmen. Die Realität im jetzigen Moment. Dem einzigen Moment, der wirklich existiert. Der einzige Moment, in dem Du wirklich etwas tun kannst. Was ist es, was Du in diesem kostbaren Moment wirklich willst? Willst Du einer stressigen Geschichte folgen, die entweder längst vergangen ist oder noch gar nicht da? Oder möchtest Du spüren, wie lebendig Du bist, wie schön Du es gerade hast und wie reich Dein Leben ist? Und in dem Moment kannst Du Dein Leben richtig genießen. Sollten wieder belastende Gedanken auftauchen, kannst Du sie als eine Geschichte wahrnehmen, die Dir Dein Verstand vielleicht schon ein paar Jahre erzählt. Ich rufe dann manchmal aus: „Ah! Gedanken!“, so wie ich sagen würde: „Schau mal, die Spatzen auf meinem Fensterbrett!“. Und dann komme ich zurück zu all dem Reichtum in mir und um mich herum, der längt da ist und für den ich nichts tun muss. Es reicht, ihn zu bemerken.

2) Kämpfe nicht gegen das, was ist

Das was ist, ist. Sowieso. Auch, wenn Du dagegen bist. Sei es ein Umstand in Deinem Leben, oder ein Gefühl, dass Du gerade fühlst. Such Dir bitte mal kurz eine Situation aus Deinem Leben, wo Du etwas, was da war, nicht haben wolltest. Vielleicht musst Du gar nicht so weit zurück gehen. Hast Du eine? Schau Dich da mal um…wo warst Du? Wer war dort noch? Kannst Du die Situation vor Deinem inneren Auge sehen? Was war es, was Du abgelehnt hast? Und wie hat es sich angefühlt, gegen das zu sein, was aber in der Realität tatsächlich vorhanden war? Wie hat es sich in Deiner Situation angefühlt, im Widerstand zu sein? Bist Du wütend? Sauer? Verletzt? Wie reagierst Du, wenn Du etwas ablehnst, was da ist? Wenn Du gegen die Realität kämpfst, die immer stärker ist als Du? Wie fühlt sich Dein Leben an mit diesem Kampf? Und wer wärst Du in Deiner Situation gewesen, wenn Deine Gedanken nicht dagegen gewesen wären? Nur mal schauen… wie wäre es gewesen? Ohne den Kampf gegen die Realität? Was kannst Du dann wahrnehmen, sehen oder spüren? Wie geht es Dir in Deiner Situation, wenn es nicht anders sein muss, als es gerade ist? Wenn kein Gedanke aufgetaucht wäre, der: „NEIN“ gesagt hätte, oder „es soll anders sein“. Wie kannst Du das, was ist, dann betrachten? Und wie wäre Dein Leben ohne Deinen Widerstand gegen das, was längst da ist, wenn Du dagegen sein kannst? „Ach, dann erreiche ich nichts mehr und lasse mir alles gefallen“, könntest Du einwenden. Der Glaube daran, dass aufreibende Streitereien uns weiterbringen, dass wir Konkurrenten ausschalten müssen, wir unsere Waffen gut geschliffen bereithalten müssen, um nicht selbst im Kampf zu unterliegen, ist verbreitet. Und ich möchte so nicht leben. Ist mir zu stressig. Ich glaube an eine friedliche Variante, das zu erreichen, was ich möchte. Und da ich daran glaube, finde ich auch immer eine. Ich gehe MIT dem, was ist. Nicht GEGEN. Gegen verschwendet meine Kraft. Ich gehe auch nicht GEGEN mich, gegen meine Gefühle. Gefühle wollen gefühlt werden. Und meine Erfahrung in 17 Jahren mit The Work: Es ist möglich, ALLE Gefühle zu fühlen. Das Problem beginnt dort, wo ich sie weghaben will. Hier findest Du eine wunderbare Übung, wenn Du glaubst, mit Deinen Gefühlen nicht umgehen zu können: https://www.youtube.com/watch?v=ZwAjCPmdf7Q

3) Das Freundliche sehen 

Natürlich gibt es in der Welt Armut, Krankheit, Schmerzen und Ungerechtigkeit. Und auch in meiner Welt, meinem Leben, geschehen Dinge, die erst einmal nicht wie Vorteile aussehen. Dennoch gibt es diese Vorteile immer. Beispiel: Ich hatte eine Krebsdiagnose. Die Nachteile sind schnell gefunden. Was sind die Vorteile dessen, was real vorhanden ist und was ich nicht ändern kann?

  • Das Leben ist unendlich kostbar geworden. Ich will jeden Augenblick richtig genießen.
  • Niemand ist mehr harsch oder streng zu mir, keiner stellt Forderungen an mich.
  • Ich kümmere mich mehr um mich und nehme mir Zeit für Dinge, die ich sonst immer hinten angestellt habe.
  • Ich erfahre eine Welle der Sympathie, der Zuneigung, Hilfsbereitschaft und der Liebe. Das ist wunderschön.

Was ist es bei Dir? Hast Du Dir schon Zeit genommen, die Vorteile dessen zu sehen, was Du gerade als belastend empfindest? Finde mindestens drei. Mehr geht immer ;-). Es gibt sie, Du brauchst sie bloß sehen. Hier ist meine Lieblingsübung, um den Tag ausklingen zu lassen: Der freundliche Blick zurück auf den Tag

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Über Ina Rudolph

Zwanzig Jahre hat sie als Schauspielerin gearbeitet, dann lernte sie THE WORK kennen und lieben. Sie schreibt Bücher darüber, gibt Seminare, und hilft Menschen in Einzelsitzungen, bessere Perspektiven zu sehen als Kummer und Schmerz. Wenn Sie mehr wissen wollen, schreiben Sie doch eine Nachricht über das Kontaktformular.

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