Innere Ruhe finden

Innere Ruhe stellt sich ein, wenn ich genau da sein will, wo ich auch bin.
Wenn ich nicht schon in Gedanken vorauseile. „Ich müsste noch…“,
„Eigentlich wäre es besser, wenn…“, „Ich sollte schon weiter sein“, „liebevoller sein“,
„beruflich woanders stehen“. Oder wenn ich die Geschehnisse der Vergangenheit problematisiere.
Wenn ich bereue, verteufle, übelnehme oder das Rad der Zeit zurückdrehen möchte.

Wie fühlt es sich an, wenn du deiner Arbeit nachgehst, aber eigentlich am Strand liegen willst?
Wenn du gerade gesundheitliche Einschränkungen hast, die aber nicht haben willst?
Wenn du der friedlichste Mensch der Welt sein willst, während du in Wahrheit Ärger in dir spürst?

Hast du Lust auf ein kleines Experiment?

Dann lehne dich mal kurz zurück, atme tief ein und aus und schau mal, wie es wäre,
wenn du für eine Weile nicht anders sein müsstest, als du bist. Es gibt keinen inneren Antreiber
und du glaubst auch denen nicht, die meinen, du solltest irgendwie anders sein.
Kein höher – schneller – weiter. Lass dir einen Moment Zeit zu spüren, wie dein Leben wäre
und wie du dich fühlen würdest. (Oder lies diesen Abschnitt noch einmal, bevor du weitergehst)

Und wie wäre es, wenn auch sonst in deinem Leben für eine Weile alles so sein dürfte, wie es sowieso schon ist?
Wenn es sich nicht erst ändern muss, damit du dich wohlfühlen kannst? Stell dir vor, alles bleibt wie es ist
und du fühlst dich aufgehoben, geborgen und sicher. Die Menschen in deinem Umfeld sind weiterhin so,
wie sie sind (auch die nervigen, achtlosen, fordernden, maßlosen) und du hättest nichts dagegen, dass sie so sind.

Wie wäre es, wenn du deinen Kontostand ok finden könntest, so wie er sowieso ist?
Oder die Erwartungen an deine Eltern oder andere Verwandte fallenlassen könntest?
(Ich sage nicht, dass du sie fallenlassen sollst! Gib dir nur mal einen Moment, zu fühlen wie es wäre,
wenn du es könntest.) Und wie wäre es, wenn das, was du besitzt, völlig ausreichend wäre?

Wo ist deine Aufmerksamkeit?

Und stell dir vor, du wärst mit deiner Aufmerksamkeit immer ganz bei dem, was du gerade tust.
Wenn du morgens deinen Kaffee/Tee trinkst, und du spürst die Wärme des Getränks durch die Tasse
an deinen Händen. Du riechst den Geruch, der aus der Tasse aufsteigt, und spürst,
wie die Flüssigkeit durch deine Kehle in deinen Körper rinnt.

Wenn du auf der Straße gehst, kannst du deine Füße wahrnehmen und die Bewegung,
die durch deinen Körper geht. Du hörst die Geräusche um dich herum und siehst, was es zu sehen gibt.
Deine Sinne sind offen. Deine Gedanken sind bei dem, was gerade tatsächlich ist.
Du willst noch nicht am Ziel sein, sondern genau auf dem Weg, wo du gerade bist. Wie wäre es,
wenn der Ort, an dem du dich jeweils gerade befindest, immer der Ort ist, an dem du auch sein sollst?
Wenn der Mensch, der gerade bei dir ist, genau der richtige Mensch für dich ist? Dein Lehrer, dein Guru?
Wie wäre es, wenn du das willst, was auch gerade ist? Wenn deine Gedanken sich nicht im Widerstand befinden?

Deine Gedanken können sowieso erst dagegen sein, wenn der Umstand schon eingetreten ist.
Erst geschieht etwas und dann kann dein Verstand es ablehnen. Trotz deiner Ablehnung
ist dieser Umstand weiterhin vorhanden. Du kämpfst dann doppelt: gegen den Umstand und mit deiner Ablehnung.

MIT etwas zu gehen ist friedlich, hat Kraft, und die Wahrscheinlichkeit, dass du gute Lösungen findest, ist hoch.
GEGEN etwas zu sein, saugt dir in den meisten Fällen Kraft ab, sät Unruhe und du befindest dich in einem Problemzustand, aus dem heraus sich meist keine guten Lösungen finden.

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen,
durch die sie entstanden sind  Albert Einstein

Wenn du magst, probiere es mal einen Tag lang aus, wie es sich anfühlt, das zu wollen, was gerade ist.
Bei dem zu sein, was gerade ist. Und schreib mir gern, wie’s war! 🙂

PS: Innere Ruhe ist nicht zu verwechseln mit einer phlegmatischen Ruhe, dich mich träge macht
und nach fünf Minuten in einen See aus Langeweile wirft. Immer, wenn du etwas wagst, ein Risiko eingehst,
dich dem Leben aussetzt, kannst du in dir drin einen Ort spüren, von dem eine tiefe Ruhe ausgeht.
Inmitten der größten Gefahr sind alle Sinne wach. Da kannst du ankommen. Dort bist du zu Haus.

Weitere, von mir gezeichnete Postkarten findest du im Shop!
Du kannst die Zeichnungen auch als A4 Druck an die Wand hängen.

Über mich
Ich will ja loslassen, Autorin Ina Rudolph

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