Zur Selbstliebe zu finden, ist eine der wichtigsten Aufgaben in unserem Leben.
Und da sich so viele stressige Glaubenssätze um dieses Thema ranken,
habe ich mein nächstes Buch der Selbstliebe gewidmet.

Ich bin damit fast fertig und freue mich sehr, dass es im Oktober erscheint.
Hier könnt ihr schon einmal einen Blick darauf werfen:

zur-SelbstliebeHier geht es direkt zum Buch

 

 

 

 

 

 

Brennende Fragen zur Selbstliebe haben mich in meinem Schreibprozess erreicht
und ich danke Euch dafür! In diesem Artikel möchte ich mich einigen davon annähern.

Wenn mich niemand anderes liebt,

kann ich mich auch nicht lieben

Liebe von jemand anderem zu bekommen ist so schön. Sie gibt mir das Gefühl von Wert und Nutzen und Sinn und ach, es ist einfach schön. Aber was, wenn gerade keiner da ist, der mir Liebe zeigen oder geben kann? Wie fühlt es sich an, wenn ich darauf warte, dass andere mich lieben? Oder wenn die Liebe von jemand anderem gar Bedingung dafür ist, dass ich mich selber lieben kann?

Was habe ich nicht schon alles getan, um von anderen Liebe zu bekommen? Ich habe:

– anderen mehr geschmeichelt, als es ehrlich war

– mich furchtbar angestrengt, um ihnen optisch, intellektuell oder mit Taten zu gefallen

– gewartet, bis die anderen es von selber verstehen

– mit Blicken und Andeutungen gezeigt, dass mir etwas fehlt

– dem anderen ganz viel gegeben.
In der Hoffnung, dass der andere dann auch etwas geben möchte.

Was tust Du, um von anderen Liebe zu bekommen?
Wie oft gehst Du dafür über Deine Grenzen?

Am besten geht es mir immer, wenn ich mich gar nicht darum kümmere, ob andere mich lieben oder ob ich geliebt werde. Das verkompliziert die Sache und es ist gar nicht meine Angelegenheit. Ich liebe einfach. Ich liebe so viel und so oft ich kann! Ich möchte Liebe fühlen. Und ich kann Liebe fühlen, wenn ich mich selbst für die Liebe öffne. Kann ich das lieben, was jetzt gerade ist? Den Ort, an dem ich mich gerade befinde? Die Situation, in der ich bin? Ich öffne meine Sinne, strecke meine Fühler aus .. was gibt es hier, was ich mag? Und schon diese diese Öffnung, diesen Prozess, liebe ich.

 

Kann ich Selbstliebe praktizieren, ohne ein Egoist zu sein?

Kann ich mich selbst nicht lieben, brauche ich dauernd irgendwas. Ich fühle mich wie ein Verdurstender. Ich bin abhängig davon, dass mir andere Menschen Anerkennung, Zuneigung und Wertschätzung schenken. Ich brauche, dass die anderen mich respektieren, mir zuhören, aufmerksam sind. Ich lebe in einer Welt des Mangels. Ich nehme Unachtsamkeiten anderer persönlich und bin dann traurig. Ich kann mir selbst nicht geben, was ich brauche und muss es mir dauernd von außen holen. Andere empfinden das oft als anstrengend. Sie sollen die leeren Speicher auffüllen.

Lerne ich echte Selbstliebe, fällt das Brauchen weg. Das kann für Freunde, Bekannte und Familie erst einmal ungewohnt sein, waren sie doch vorher in ein Netz eingesponnen, in dem sie gebraucht wurden. Das konnte zwar manchmal nervig sein, aber „gebraucht werden“ kann sich durchaus auch sinnvoll anfühlen. Könnte sein, dass ich dann Sätze höre, wie: „Hey, erst muss ich dich jahrelang unterstützen, dir immer wieder sagen, wie toll du bist – und jetzt lässt du mich einfach fallen??? Du Egoist!“

Mehr Selbstliebe bringt auch mehr Ehrlichkeit mit sich. Ich tue anderen keine Gefallen mehr, wenn sich das für mich nicht stimmig anfühlt, lasse mich nicht mehr in Abhängigkeiten einwickeln. Auch das können andere als Egoismus auslegen.

Wenn ich das bemerke, sage ich manchmal, dass ich das verstehen kann. Dass es sich von meiner Seite jetzt nach mehr Respekt anfühlt, ehrlich zu sein. Dass meine Zuneigung besser fließen kann, wenn ich die alten Abhängigkeitsspielchen lasse. Und ich kann aufrichtig fragen, ob dem anderen das auch lieber ist.

In meinem Buch Auf ins fette pralle Leben gibt es eine Geschichte zur Selbstermächtigung.

Gedanken, mit denen ich mich in Abhängigkeiten halte, sind:

Ich will, dass Du….

Ich fühle mich so schlecht, weil Du…

Ich brauche von Dir, dass Du…

Gedanken, die in die Selbstermächtigung führen, sind:

Ich will, dass ich… (und schau mal, was das ehrlicherweise sein kann)

Ich fühle mich so schlecht, weil ich… (was habe ich vergessen, unterlassen oder nicht getan?)

Ich brauche von mir…

Wie soll ich mich denn achten und lieben,
wenn ich nie etwas Vernünftiges hinkriege?

Als erstes stellt sich für mich die Frage, was „etwas Vernünftiges“ sein soll. Was verlange ich da von mir? Will ich mich mit solchen Forderungen in ein Korsett zwingen, welches nicht zu mir passt, anstatt nach einem Weg Ausschau zu halten, der sich passend anfühlt?

Wie wäre es, wenn ich mich auch achten und lieben könnte, ohne irgendetwas hinkriegen zu müssen? Hat denn Liebe etwas mit Leistungserfüllung zu tun? Wenn ich für Liebe nichts hinkriegen muss – was ist das dann, was ich an mir achte und liebe? Dieses Wesen das ich bin, auch ohne, dass ich etwas tue.

Und wie wäre es, auch andere Menschen dafür zu achten, was sie sind? Ohne, dass sie dafür etwas tun müssen?

Ohne, dass sie etwas tun müssen, was mir gefällt, was mir nützt, was ich gut heiße, was in meine Konzepte passt?

 

Wie kann ich mich denn lieben und achten? Wie macht man das?

Ich, Ina, achte und liebe mich, in dem ich auf meine Impulse höre und sie ernst nehme. Ich muss es noch nicht einmal verstehen. Es reicht mir, es zu fühlen. Was tut mir gut, was nicht? Was inspiriert mich, was nervt? Was kann ich gerade tragen, was ist zu viel? Ich traue mich, all das Nervenraubende, Kraftsaugende, zu eliminieren oder zu verändern. Es zumindest in Frage zu stellen.

Wie blöd, ungeschickt oder suboptimal Dinge manchmal auch laufen – ich verzichte auf Selbstvorwürfe und Kritik. Ich stehe nicht mit der Peitsche hinter mir und verurteile mich. Das macht einfach keinen Sinn. Für mich nicht und für andere auch nicht. Ich habe gelernt, mich zu entschuldigen und das kann schon viel retten und heilen. Ich habe einen Pakt mit mir, aus allem, was „schief geht“ zu lernen. Das ist wunderbar. Für irgendetwas ist es immer gut. Und ich kann meine Gedanken zu dem Vorkommnis mit THE WORK  überprüfen und das Geschenk entdecken, das in diesem „Schiefgelaufenen“ liegt.

Ich achte mich (und andere), in dem ich keine faulen Kompromisse mehr eingehe. Ich sage Nein, wenn ich Nein fühle. Das zu lernen, war kein leichter Weg. Aber letztendlich ist ein ehrliches Nein zum anderen, ein aufrichtiges JA zu mir. Und, genau bedacht, auch ein JA zum anderen.

Wenn Du magst, schreib Dir diesen Absatz mal für Dich selbst!
Auf welche Weise achtest und liebst Du Dich?

Und ich freue mich, wenn Du uns daran teilhaben lässt, und Deine Antwort
hier ins Kommentarfeld schreibst! (Kein Anspruch auf Vollständigkeit! 😉
Bitte schreib auch einfach Gedankensplitter hinein.)

Mein nächstes Seminar zum Thema Selbstliebe in der wunderschönen Prignitz:

7 Tage Intensivseminar SELBSTLIEBE  (der Frühbuchertarif gilt bis zum 13. April)

13. Mai bis 20. Mai

http://inarudolph.de/coacht-seminare-gesundeselbstliebe/

Herzlich willkommen! 🙂

 

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Über Ina Rudolph

Zwanzig Jahre hat sie als Schauspielerin gearbeitet, dann lernte sie THE WORK kennen und lieben. Sie schreibt Bücher darüber, gibt Seminare, und hilft Menschen in Einzelsitzungen, bessere Perspektiven zu sehen als Kummer und Schmerz. Wenn Sie mehr wissen wollen, schreiben Sie doch eine Nachricht über das Kontaktformular.

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