Am 21. Dezember erscheint mein „Loslassen“ Buch als Taschenbuch.
Wenn ein Taschenbuch von einem Hardcover erscheint, ist das immer ein Zeichen,
dass der Verlag das Buch als erfolgreich einstuft, sonst würde er kein Taschenbuch herausgeben.
Das ist der erste Grund zum feiern! 🙂

Der Zweite ist:
Das Taschenbuch erscheint mit meinen Zeichnungen, sie wurden vom Grafiker liebevoll
im Buch verteilt und sogar auf dem Cover verwendet.
Das freut mich ungemein und ich kann die Freude als warmes, dankbares Gefühl wahrnehmen,
so, als würde in mir etwas hüpfen.

Den dritten Grund zum Feiern verrate ich am Ende des Artikels….

Hier könnt ihr die Bewertungen bei Amazon anschauen

Hier eine Hörprobe vom Hörbuch hören  (bis nach unten scrollen)

Zu diesem Anlass habe ich selbst nochmal ein bisschen in meinem ersten Buch über die Work gelesen
und finde das Vorwort immer noch sehr passend.
Deswegen möchte ich es Euch hier gesondert präsentieren:
Los geht’s:

„Ich  will  ja  loslassen – aber  woran  halte  ich  mich  dann  fest?“

Ich bin im Osten aufgewachsen. Im Osten Deutschlands, DDR.
Bis zu meinem neunzehnten Lebensjahr habe ich geglaubt, ja gewusst,
dass es mir niemals vergönnt sein wird, die Welt zu sehen. Niemals in Italien Pasta essen,
niemals im Mittelmeer baden, niemals durch den New Yorker Central Park schlendern,
niemals wissen, wie es im Rest der Welt zugeht.
Eingeschlossen in einem Miniland, welches behauptet, dass seine Mauer nur gut für mich ist.

Immer, wenn mich Gedanken an diese trostlose Zukunft befallen haben, raste eine Wut durch meinen Körper,
die sich gegen alle und niemanden konkret gerichtet hat. Die Folge waren stundenlange Diskussionen,
Misstrauen, viele Tränen und das dumpfe Gefühl gefangen zu sein.

Und wie ist es gekommen?
Anders.

Meine erste Liebe traf ich mit vierzehn.
Wie eifersüchtig war ich auf jeden Blick, den er jemand anderem gab.
Meine Gedanken malten Schreckensszenarien, wenn wir mal einen Abend nicht beieinander waren.
Ich sah deutlich, wie er sich in ein anderes Mädchen verliebte, wie er mit Kumpels Bier trinken ging
und darüber eine Verabredung mit mir vergaß.
Wie er sich im Bett umdrehte und einschlief ohne mich zu küssen.
Ich litt Höllenqualen, konnte in der Schule nicht folgen und schlief schlecht.
Ich dachte, ich müsste sterben, wenn er mich verließe.
Keine meiner Befürchtungen trat ein. Aber die quälenden Gefühle habe ich gehabt.
Ich habe sie so deutlich gespürt, als hätte meine erste Liebe sich in ein anderes Mädchen verliebt,
als hätte er tatsächlich unsere Verabredung vergessen oder wäre ohne Kuss eingeschlafen.
Als hätte ich sterben müssen.
Wahr ist: eines sonnigen Tages hab ich ihn verlassen. Ich bin nicht gestorben,
sondern einem anderen hübschen Kerl hinterher gerannt. Warum, konnte ich nicht sagen.

Einige „gescheiterte“ Liebesgeschichten später haben meine Freunde und ich angefangen,
uns für Psychologie zu interessieren. Was ist los mit uns, warum klappt es nicht mit der Liebe?
Warum brauchen wir Freunde und warum tun sie uns nicht immer gut?
Es wurde großer Abwasch gemacht und ich musste hören, dass mein Humor zu schwarz sei,
ich nicht aufmerksam genug bin, ich nur an mich denke und dass es nicht gut für den Charakter ist,
wenn Geld einem so wichtig ist. Nachdem ich das einige Male gehört hatte, fing ich an, es zu glauben.
Ich war offensichtlich falsch in dieser Welt und musste mich ändern.
Ich fühlte mich mies, traute mich anderen Menschen kaum noch unter die Augen und hatte nur noch Frieden,
wenn ich alleine war. Und das auch nur, wenn ich gerade nicht an meine Misere dachte.
Ich war mir sicher, ich muss anders sein. Ansonsten würde ich keine Freunde mehr haben,
allein sein und mein Erdenleben irgendwie herumbringen müssen. Unverstanden und ungeliebt.

Oft, sehr oft habe ich im Laufe meines Lebens geglaubt, meine Gedanken wären wahr und ich wüsste, was kommt.
Ich wüsste, wie der Satz weiter geht, den ein Freund gerade sagt und auch, was er damit meint.
Ich wüsste, was andere über mich denken und wie sie reagieren werden.
Ich wüsste, wie mein Leben weitergeht. Immer, wenn ich geglaubt habe,
all das sicher zu wissen, erschien mir das Leben grau, banal und todsterbenslangweilig.
Und? Wie oft kam es anders als ich dachte?
Fast immer.

Stellen Sie sich vor, Sie würden morgens die Augen öffnen und wüssten nicht,
was in den nächsten Sekunden geschieht.
Alle Gedanken, die Ihnen sonst einflüstern, wie schwer es ist, um diese Uhrzeit aufzustehen,
welche Anstrengungen heute auf Sie warten und was Sie sich heute wieder von Ihren Kindern
und Kollegen werden bieten lassen müssen, sind abwesend.
Sie erheben sich aus dem Bett, und haben keine Gedanken daran, in welcher Laune
Ihre Kinder erwachen. Sie warten in Ruhe ab, was die Realität Ihnen heute anbietet.
Sie treten aus der Haustür und alles wäre neu und unerwartet. Ein frischer Blick.
Sie haben sich nicht mit Gedanken über das Wetter, das Gedrängel in der U-Bahn
oder den kommenden Besuch der Schwiegereltern beschäftigt.
Sie gehen mit dem Bewusstsein durch den Tag,
dass Sie nicht wissen können, was als Nächstes geschieht.
Sie würden Menschen begegnen und nichts über sie denken, hätten noch keine Urteile gefällt,
sie nicht in Schubladen gesteckt. Wie könnten Sie denen dann zuhören?
Sie würden nicht glauben, dass, wenn Sie dieses sagen oder jenes tun,
bestimmte Konsequenzen auf Sie zukommen.
Wie wäre das?
Wie wäre Ihr Leben, wenn Sie nicht wissen würden, was als nächstes geschieht?

(Was sagen Sie? Können Sie’s wissen?)

Die Realität wäre die Selbe.
Ihre Kinder und ihr Partner, Ihre Kollegen und die Menge an Geld in Ihrer Tasche wären so wie immer.
Ihr Denken darüber nicht. Sie könnten neugierig sein, befreit von allem Unheil, dass zwar noch nicht da ist,
welches Sie aber in der Zukunft vermuten. Ihr Leben würde prickeln, wie ein erlesener Champagner.
Darum geht’s. (in diesem Buch.)

Für  alle, die  ihre  Gedanken  überprüfen  möchten,

verlose ich hier 5 Exemplare mit Widmung.
Wer eins möchte, bitte hier unten im Kommentarfeld eintragen, ich antworte dann nach der Verlosung!

Für alle, die nicht zu den glücklichen Gewinnern gehören sollten –
der dritte Grund, das Taschenbuch zu feiern, ist:
Es ist viel günstiger als das Hardcover (8,99€) und ist damit quasi für jedermann erschwinglich. 🙂

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Über Ina Rudolph

Zwanzig Jahre hat sie als Schauspielerin gearbeitet, dann lernte sie THE WORK kennen und lieben. Sie schreibt Bücher darüber, gibt Seminare, und hilft Menschen in Einzelsitzungen, bessere Perspektiven zu sehen als Kummer und Schmerz. Wenn Sie mehr wissen wollen, schreiben Sie doch eine Nachricht über das Kontaktformular.

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