Biographie

1969 werde ich in Brandenburg geboren, meine Eltern studieren in Leipzig und ich pendle immer zwischen Leipzig und Brandenburg bis ich in Leipzig einen festen Kindergartenplatz habe, werde dort auch noch eingeschult.

1975 dann der Umzug nach Berlin in die „Platte“, neue Schule.

1979 bekomme ich ein Schwesterchen; wieder Umzug nach Berlin Mitte. Direkt neben die Kongresshalle. Ich werde ein Alexkind. Wieder eine neue Schule. Ich habe Schwierigkeiten, jeden Tag 8 Stunden auf der Schulbank zu sitzen. In den kreativen Fächern und allem handwerklichen bin ich gut. Hab keine Ahnung wie man richtig lernt und hänge eigentlich permanent hinterher.

1983 lungern wir als Jugendliche oft aufm Alex rum und fangen die Westtouristen ab. Ein kleines Abenteuer und ein Hauch von Welt… 1983 trete ich auch einem Theaterlaienzirkel bei; im „Haus der jungen Talente“, heutiges Podewil und spiele in zwei Stücken mit (eine große Hauptrolle).
Leidenschaft für die Fotographie entsteht.

1985 bewerbe ich mich an der Schauspielschule, weil das ganze Laientheater gesagt hat, ich soll das tun. Ich selbst wäre nicht auf die Idee gekommen. Ich falle durch den 1.Test. Die Gruppe lässt nicht locker. Den 2.Test bestehe ich und auch die Prüfung und darf nun also Schauspiel studieren!
Das Studium ist völlig anders, als ich es mir gedacht habe und die ersten 2 Jahre weiß ich gar nicht richtig, was ich da soll, bin immer wieder mal exmatrikulationsgefährdet. Erst im dritten Jahr mache ich ein Szenenstudium mit Jutta Wachowiak (DT) und ich beginne zu verstehen. Endlich habe ich Feuer gefangen, aber es ist schon so viel Zeit nutzlos verstrichen …
ich hab dann immer wieder AHA-Effekte, z.B. das Casting zu Heiner Müllers „Lohndrücker“.

1987 werde ich bei den Proben im Deutschen Theater von der Fotografin Sybille Bergemann vor die Linse genommen und sie will gleich Modefotos mit mir machen. Eine neue Welt beginnt. Ich liebe es, fotografiert zu werden und arbeite nebenbei als Model.

1989 bekomme ich nach Abschluss des Studiums eine Stelle am Kindertheater Halle, wo ich überhaupt nicht hin will. Ich mache eine Inszenierung, noch eine Fotoausstellung und dann bin ich weg. Wir haben in dem Jahr mit dem DT 3 Gastspiele im „kapitalistischen Ausland“ und besonders Paris im Frühling weckt eine große Sehnsucht in mir. Im Herbst deutet sich der Fall der Mauer an und im Dezember ist es soweit. Wir sind frei und ich will erst mal weg. Ohne Geld. Fahre nach München und arbeite erst mal als Model.

1990 fahre ich ein bisschen rum: Australien, Europa, Amerika, sehe die Welt.

1992 habe ich endlich etwas Geld zur Seite gelegt und kann mir einen Traum erfüllen. Ich ziehe nach Paris! Arbeite dann dort auch für Chanel, Thierry Mugler, Issey Miyake bis mich das Modeln allein nicht mehr ausfüllt. Ein anderer Traum von mir war schon seit der Schauspielschule, singen zu lernen und ich hatte auch immer Unterricht, sogar als ich soviel unterwegs war.

1993 singe ich in einer Vorklasse zum Pariser Conservatorium vor und werde genommen. Das Modeln wird nur noch zum Gelderwerb und im Vordergrund steht die Musik. Es gibt soo viel zu lernen…

1994 zieht es mich wieder nach Hause, ich verstehe mich mit der Pariser Gesangsprofessorin nicht richtig gut und ich habe in Berlin eine neue Lehrerin gefunden, die mich auch für die Prüfung im April an der „Musikhochschule Hanns Eisler“ vorbereitet, die ich ja dann auch bestehe. Nun bin ich wieder Student, verdiene anfänglich noch weiter mit Modeln mein Geld , besinne mich aber wieder auf meinen Schauspielberuf und bemühe mich um eine Agentur und Rollen.

1995 spiele ich erst mal kleinere Rollen dann immer größere, dann wieder Theater (Semperoper), viel zu tun in der Hochschule und so geht es bis 1997. Ich habe ein Casting für eine große Rolle, die sich über einen Spielzeitraum von etwa 40 Jahren erstreckt. Das junge verliebte Mädchen, die 30 jährige und die etwas abgeklärte 50 Jahre alte Frau. Ich bin so in der Rolle aufgegangen, dass ich nach dem Casting das Studio verließ und über den Boden geschwebt bin. Und ich wusste: Das ist meins, das will ich machen. Ab dem Tag begebe ich mich noch intensiver in die Filmschauspielerei.

1998 bekomme ich den Auftrag für „In aller Freundschaft“ und mein Studium muss erst mal warten. Jeden Tag 8-12 Stunden drehen – da kann ich nichts anderes mehr machen.

1999 im Oktober werde ich auf eigenen Willen wieder aus der Serie herausgeschrieben, weil ich mein Studium noch fertig machen will und auch mal wieder was anderes spielen. Die Haare müssen auch ab.

2000 werde ich tatsächlich mit vielen schönen Rollen überrascht und drehe hintereinanderweg. Ich bereite mich auf den Abschluss des Gesangsstudiums vor. Nach der Prüfung singe ich ein paar Konzerte und muss ganz deutlich spüren, dass ich zwei Berufe von dem Kaliber nicht gleichzeitig hinbekomme. Das Singen stelle ich erstmal zurück.

2001 werde ich schwanger, drehe noch im dritten Monat und mache dann erst mal Pause bis …

2002 ich vier Monate nach der Geburt von Pauline schon wieder für „Tigeraugen“ vor der Kamera stehe. Das Kind bestimmt natürlich mein Leben, freue mich über alle Filme die ich machen kann, aber die Dichte nimmt ab.

2004 finde ich einen Pianisten, mit dem ich einen Softjazz Abend erarbeite. Wir haben viel Spaß, und produzieren eine Demo CD

2005 arbeite ich verstärkt mit Byron Katies Methode : „The work“ und fühle mich pudelwohl. Angebote werden wieder mehr. Besonders freue ich mich über „Blackout“, auch wenn die breite Masse es nicht anschauen wollte.

2006 bin ich das erste Mal bei einer Telenovela zu Gast und drehe 25 Ausstrahlungsminuten am Tag. Wahnsinn! Keine Zeit mehr, zwischendrin nochmal in den Text zu schauen… Im Sommer bin ich einen Monat in Schweden und dann beginnt im August wieder ein Seriendreh für „Hinter Gittern“. RTL entscheidet im November, die Serie abzusetzen.

2007 entdecke ich mein Talent zum Schreiben. Aus der Beschäftigung mit einem Theaterstück, was ich für mich und eine Musikerin erarbeitet habe, entstand eine Kurzgeschichte. Von mehreren Freunden und Bekannten ermutigt, schreibe ich einfach weiter und bin erstaunt, dass ich das kann. Mich interessieren die Grauzonen unseres täglichen Lebens, über die man so leicht drüberweghuschen kann. Ich drehe mit Armin Müller Stahl und gehe nicht unter neben ihm. Das ist sehr befriedigend.

2008 erscheint zur Leipziger Buchmesse mein Erzählband. Ich halte Lesungen und bin ganz verliebt in diesen neuen Abzweig meines Berufes. Ich gründe die Theaterreihe LIEBE IST! und für das zweite Stück nehme ich die Regie in die eigenen Hände. In der Premiere gibt es Szenenapplaus und fröhliche Gesichter. Welch ein Glück! Im dritten Stück spiele ich dann auch selbst und stehe mal wieder auf der Bühne.

2009 sind alle Bemühungen gescheitert, Geld für die Theaterreihe aufzutreiben. Wir spielen unser drittes Stück „Wiedersehen“ noch einige Male an anderen Orten und manchmal bin ich traurig, dass es nun erstmal ein Ende hat. Vielleicht ein Vorläufiges. Ich drehe, spreche mein erstes Hörbuch, schreibe an einem Roman und versuche, in dieser unruhigen Zeit ein warmes Herz und einen kühlen Kopf zu bewahren.

2010 zieht Freude in mein Autorenherz. Die Literaturagentur AVA international nimmt mich und meinen Roman in ihr Programm auf. Jetzt beuge ich mich fleißig über den Schreibtisch und schreibe das Ding zu Ende.

2011 reise ich nun schon im dritten Jahr mit Lesungen durch den deutschsprachigen Raum. Das Brunettiprogramm ist der Hit, aber auch „Mord zwischen Messer und Gabel“ kommt gut an. Schreiben kann ich überall. Ohropax rein, Computer auf, los gehts!

2012 ist der Roman fertig. Er heisst jetzt: „Beste letzte Tage“. Die Agentur legt sich ins Zeug. Ich schreibe schon wieder an einem neuen Buch. Der Goldmann Verlag hat mich gefragt, und ich habe natürlich nicht NEIN gesagt. Ein Buch mit Geschichten über 10 Jahre mit THE WORK. Ja, so viele sind es mitlerweile!

2013 erscheint im Mai das Buch. Wie schön!

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