Die Angst vor Ablehnung: Warum fällt es uns so schwer, ehrlich zu sein?
Es gibt Momente, in denen du ganz genau weißt, was du sagen möchtest. Dein Herz weiß es. Dein Bauch weiß es. Etwas in dir möchte sich mitteilen. Doch dann spricht die Angst vor Ablehnung:
Was, wenn ich andere enttäusche?
Was, wenn ich jemanden verletze?
Was, wenn ich ihnen nicht gefalle?
Was, wenn ich verliere, was mir wichtig ist?
Ich kenne diese Angst gut. Sie hat mich viele Jahre begleitet und anderen immer den Vorrang gegeben. Ich hab immer wieder den „Schwanz eingezogen“ und mich von dem, was ich ehrlich gespürt habe, wegdiskutiert. Es sei doch nun auch wieder nicht soooo wichtig, was ich zu sagen hätte und andere würden sich auch gar nicht dafür interessieren. Lieber „lieb“ sein und unkompliziert.
Erst als in mir etwas ernsthaft zu revoltieren begann, sich partout nicht mehr verstecken und verstellen wollte, verstand ich: Andere würden nicht die Ehrlichkeit selbst ablehnen, sondern die Art und Weise, wie ich meine Ehrlichkeit bis dahin geäußert hatte. Ich kannte niemanden, der mir ein Vorbild sein konnte, von dem ich das ehrlich sein lernen konnte, alle schlugen sich irgendwie so durch…
Ich las alles, was es bisher auf dem Markt zu Ehrlichkeit gab. Manches war mir zu umständlich, anderes zu radikal, wieder anderes passte nicht zu mir. Und doch konnte ich einiges verstehen. Zum Beispiel:
Warum wir Angst vor Ablehnung entwickeln
Viele von uns wurden früh dafür gelobt, „lieb“ zu sein. Still. Anpassungsfähig. Problemlos.
Wir haben gelernt:
- Zugehörigkeit bekommt man, wenn man Erwartungen erfüllt.
- Konflikte sind gefährlich.
- Die eigene Wahrheit ist zu laut, zu viel, zu kompliziert.
- Liebe ist etwas, das man sich verdienen muss.
Und so schweigen wir.
Wir sagen „Ja“, obwohl wir „Nein“ meinen.
Wir lächeln, obwohl wir verletzt sind.
Wir bleiben, obwohl wir gehen möchten.
Wir stimmen zu, obwohl es uns innerlich zusammenzieht.
Diese Muster sind kein Fehler. Sie sind Schutz. Oder zumindest der Versuch, uns zu schützen. Doch sie trennen uns von uns selbst – und später auch von anderen.
Was passiert, wenn wir ehrlich werden – trotz Angst vor Ablehnung?
Ich erinnere mich noch genau an den ersten Moment, in dem ich nach Jahren der Zurückhaltung etwas aussprach, das mir auf der Seele lag. Meine Knie zitterten, mein Körper war angespannt, mir war kalt und gleichzeitig schwitzte ich. Ich versteckte nichts davon. Ich zeigte meiner Freundin, mit der ich ehrlich sein wollte, wie es gerade um mich stand und dass das daher kam, dass ich wusste, ich musste jetzt ehrlich sein. Ich sagte ihr auch, dass ich Angst vor Ablehnung habe. Vor ihrer Ablehnung. Dann passierte etwas Überraschendes: Sie verstand mich, sie sagte, dass sie solche Zustände kennt – und sie ermunterte mich, mich auszusprechen. Dieses erste Mal war so krass für mich und ich konnte hinterher duschen gehen, so viel Angstschweiß war geflossen.
Meine Angst vor Ablehnung
Nach diesem ersten Mal folgten viele weitere Male und wenn sich jemand von meiner Ehrlichkeit vor den Kopf gestoßen gefühlt hatte, konnte ich nachfragen, wie ich es hätte sagen müssen, damit der andere hören kann was ich sage, es in sich bewegt, nicht gleich abwehrt. Meine Angst vor Ablehnung ist massiv zurückgegangen – ich bin sogar bereit, abgelehnt zu werden. Ich kann deutlich fühlen, dass es mir wichtiger ist, wie ein offenes Buch in der Welt zu liegen, in dem jeder lesen kann.
Hier kannst du dir das Buch anschauen.
Das Buch bei Amazon.
Meine Fragen für die Leserunde:
– was fällt dir so schwer am ehrlich sein? Und welche Angst vor Ablehnung spielt dabei eine Rolle?
– welche Wahrheit(en) hältst du zurück? Und warum?
– wo bist du gerade im Buch?
– was gefällt dir am Buch/ was nicht?
Oder schreib einfach das, was du gern zum Buch mitteilen oder fragen möchtest! 🙂






Bei mir war es als Kind ähnlich. Irgendwann habe ich mich angepasst. sagte nicht was ich dachte, bis es aus mir herausplatzte. Möchte jetzt eine Gesprächstherapie machen und habe mich nochmal intensiv mit meiner Kindheit beschäftigt. Im.Moment führe ich wieder ein angepasstes Leben und weiss manchmal selbst nicht mehr, vermeide Konflikte und weiss manchmal selbst nicht mehr, was ich möchte.
Hallo liebe Sabine, ich danke dir, dass du dich so ehrlich ausdrückst. Aus meiner Sicht ist es ja schon eine wichtige Erkenntnis, dass du weisst, dass du ein angepasstes Leben führst und dass du das gern anders machen würdest. Vielleicht siehst du in deinem Leben Möglichkeiten, dich mit ganz kleinen Schritten in die Ehrlichkeit zu wagen? Wo könnte das in deinem Leben passen? Hast du beim Lesen des Buches ab & an eine Idee gehabt, mit wem du niedrigschwellig beginnen könntest?
Liebe Grüße
INA
Hallo Ina, ich habe gerade das Kapitel mit deiner Schwester durch. Auch ich hatte jahrelang das Gefühl, mich zurücknehmen zu müssen.
Meine 1 Jahr ältere Schwester hatte schon in Teenagerzeiten große Probleme, was zu einer Essstörung führte. Als junge Erwachsene ging sie nach Frankreich und wir sehen uns nur selten. Es gab viele Probleme im Leben meiner Schwester und ich fühlte mich oft nicht gesehen, da bei ihr immer so viel los war. Ich dachte oft, stell deine eigenen Belange hinten an.
Letztes Jahr ist unsere Mutter verstorben. In der Zeit davor kam meine Schwester auch auf mein Bitten öfter, einmal 3 Wochen am Stück. Sie blieb dann aber nicht, sondern fuhr 2 Wochen bevor meine Mutter verstarb, wieder zurück. An dem Wochenende vorher habe ich versucht, ehrlich zu sein und zu sagen, dass ich möchte, dass sie bleibt und nicht wieder fährt. Ich hätte mir einfach gewünscht, das sie bleibt und ihre eigene Befindlichkeit dieses Mal hinten an stellt. Was natürlich eine zu hohe Erwartung war. Das Gespräch lief nicht so gut wie bei dir und ist wie eine Narbe bei mir. Sie ist gefahren, da sie die Situation wieder für längere Zeit in unserem Elternhaus zu sein, nicht ertragen konnte.
Nach dem Tod meiner Mutter habe ich wie deine Schwester versucht, einen regelmäßigen Kontakt per Telefon vorzuschlagen, um uns wieder näher zu kommen. Sie kann das nicht erfüllen und sagt, je mehr ich will, desto mehr zieht sie sich zurück. Das ist jetzt ein halbes Jahr her. Ich habe irgendwie aufgegeben. Zwei, drei Mal haben wir telefoniert, ab und zu geschrieben. Bei mir ist das Gefühl zurückgeblieben, zu weit gegangen zu sein, sie angeklagt und falsche Dinge ausgesprochen zu haben.
Ich hätte mir auch ein Happy End wie bei dir gewünscht.
Liebe Susa,
schön, wie du das beschreibst… es ist eine echte Kunst, ehrlich zu sagen, was man möchte, wieviel Kontakt und Kümmern man möchte – und den anderen gleichzeitig frei zu lassen. Sich von Anderen etwas zu wünschen – aber nicht zu erwarten oder zu fordern. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg. Magst du dir deine Glaubenssätze mal mit The Work anschauen?
– Ich bin zu weit gegangen
– Ich habe angeklagt
– Ich habe falsche Dinge ausgesprochen
Wir sind alle Lernende, oder?
Ja, das mache ich mal. Gute Idee.
Und zu dem Bitten hast du natürlich Recht. Bitten heißt nicht, es zu bekommen. Haben wir ja in Andalusien geübt. Das kann ich weiter lernen.
🙂
Hallo Ina, ich danke Dir für dieses ehrliche Buch! Mir ist es auch wichtig ehrlich zu sein, ich finde es auch wichtig wie verpacke ich meine Ehrlichkeit – völlig unreflektiert möchte ich nicht alles von mir geben. Dazu brauche ich immer etwas Zeit, um mich zu hinterfragen und auch zu überlegen wenn mir das jemand sagt, wie kommt es an. Die Angepasstheit verfolgt uns Frauen wohl schon mit der ganzen Erziehung. Und diese abzulegen ist für mich eine Lebensaufgabe, wo ich immer noch weiter lerne. Ich freue mich sehr, dass Du diese Themen alle angehst und mich so auch wieder auf meinem Weg weiter inspirierst. DANKE.
Liebe Christa, wie schön, dass du beschreibst, dass du etwas Zeit brauchst um zu reflektieren. Könnte das genau die Zeit sein, die ich im Kapitel: „Der Raum zwischen Reiz und Reaktion“ beschreibe?
Ich fühle auch, dass wir gerade in einer Zeit leben, in der die Frauen ihre anerzogene Angepasstheit ablegen ollen und das auch für Männer gar nicht so leicht ist. Und das ist für Viele eine Lebensaufgabe… da bist du nicht allein… 😉
Sei herzlich gegrüßt
INA
Liebe Sabine, ich kann dich nur zu gut verstehen. Ich musste mich anpassen, in der Schule, bei Verwandtenbesuchen einfach/ überall. Meine Mutter war alleinerziehend und wir durften auf keinen Fall auffallen. Seit vielen Jahren passe ich mich auch in meiner Ehe an, und merke, ich habe mich nicht nur angepasst, ich habe mein Ich fast aufgegeben. Hier ist es nun an der Zeit meine Bedürfnisse zu leben. Besser spät, als nie. Ich wünsche Dir viel Erfolg. Manuela
Liebe Ina, erstmal fange ich mit dem einfachen an. Ich lese dass Buch jetzt zum zweiten Mal und lese viele Abschnitte zwei- dreimal.
Mir fehlt eigentlich immer der Mut zu sagen was ich fühle und ganz oft weiss ich selbst nicht so genau was ich eigentlich will. Ich fühle oft, dass es sich so nicht richtig anfühlt, kann es aber oft nicht konkretisieren. Finde den genauen Auslöser nicht und wenn ich ihn dann finden oder nahe dran bin ist die Situation auch schon vorbei oder ich bin zu spät. Oft ist es auch so, dass ich mir die Frage stelle, lohnt es sich überhaupt mit meinem Gegenüber ehrlich zu sein, bringt uns das weiter, ist mein Gegenüber überhaupt bereit dafür. Ich hoffe du verstehst was ich meine. Angst vor Ablehnung habe ich weniger, dass liegt wohl daran, dass ich mir schon sehr genau überlegen ob und mit wem ich meine Zeit verbringen möchte.
Ich mag dein Buch es zeigt mir was alles möglich ist und wo ich noch an mir arbeiten darf. Aus dem Kopf geht mir nicht mehr der Abschnitt, dass ich mich ein Leben lang den Menschen nicht zumuten wollte. Mit diesem Abschnitt beschäftigte ich mich sehr. Dieser Gedanke hat wohl schon immer mein Leben geprägt ohne dass ich es überhaupt wusste.
Ich hoffe sehr du kommst mit meinem geschrieben klar und ich habe mich verständlich ausgedrückt. Ganz liebe Grüße Eva
Hallo liebe Eva, herzlichen Dank für deinen ehrlichen Kommentar!
Du kannst auch immer noch ehrlich sein, wenn die Situation schon vorbei ist. Das wäre sonst eine sehr schwere Aufgabe, immer den jeweiligen Moment abpassen zu müssen… ich habe mir angewöhnt, hinterher die Person nochmal anzurufen oder anderweitig zu kontaktieren und so etwas zu sagen wie: „Du, vorhin (oder gestern/ vorgestern) haben wir über …. gesprochen und mir ist erst später aufgefallen, dass ich gern noch …. dazu gesagt hätte. Können wir darüber nochmal kurz sprechen?“
Ob sich das lohnt, merke ich meist erst später und die Frage vorher zu stellen, würde mich mit meinem Versuch, ehrlich zu sein, ausbremsen. Geht dir das auch so?
Und was für mich auch zum „mich ehrlich zeigen“ dazugehören würde, wäre, der Person mit der ich ehrlich sein möchte, all das zu sagen, was du hier geschrieben hast, also in etwa: dass dir oft der Mut fehlt, so etwas anzusprechen, dass du es jetzt aber mal ausprobieren möchtest, dass du oft auch nicht ganz genau weißt, was du eigentlich willst und ob ihr das vielleicht gemeinsam herausfinden könntet….
Wäre das eine Möglichkeit für dich? Und ich schreibe im Buch ja auch, dass das am Anfang sicherlich schwer ist, es aber dann von Mal zu Mal leichter wird…
Liebe Grüße
INA
Hallo Ina.
Warum ich oft nicht ehrlich spreche ist bei mir die Angst nicht mehr gemocht zu werden – also die Beziehung zu diesem Mensch zu verlieren. Ich möchte ihn nicht verletzen, denn ich glaube ich fühle mich oft persönlich verletzt wenn jemand etwas ( am mir) kritisiert. Ich kann es schlecht sachlich nehmen.
Es ist schade das es so ist denn ich finde Ehrlichkeit und Offenheit und Wahrheit aussprechen so wichtig weil man nur so echt ist.
Ich möchte mich nicht mehr verstellen und verstecken und dennoch fällte es mir so so schwer.
Ich hoffe dein Buch gibt mir noch weitere Anregungen und Übungen und macht mir Mut es einfach nochmal zu probieren mit dem ehrlich sprechen.
Ich denke ich bin im ersten Drittel des Buches bis jetzt.
Mir gefallen die persönlichen Geschichten und der Aufbau der Kapitel gut
Liebe Melanie, gibt es vielleicht jemanden in deinem Freundeskreis, der dir sehr nahe steht und den du ins Vertrauen ziehen kannst? Vielleicht jemand, der selber auch ehrlicher leben möchte? Dann könntest du mit dieser Person einen kleinen Anfang machen und ihr könntet euch gegenseitig helfen und unterstützen, irgendwo anzufangen mit dem ehrlicher werden? Kannst du dir das vorstellen?
Liebe Grüße
INA
Vielen Dank für dieses schöne Leserundenangebot!
Und ich mag ein paar Deiner Fragen beantworten.
Mir fällt schwer am Ehrlichsein, dass ich gelernt habe zugunsten der Verbindung die Authentizität zu verstecken. Das ist ein sehr automatisierter Mechanismus, den ich langsam mit viel Übung und Ausprobieren verändern kann. Ich habe als Kind gelernt, dass das nicht Erfüllen von Erwartungen zu Konflikten führt, die meine Existenz bedrohen können. Durchgekommen bin ich mit Aushalten und Schauspiel.
Ich halte meine Gefühle und Bedürfnisse zurück. Gefühle zeigen bietet Angriffsflächen für andere. Bedürfnisse äussern macht mich – eben – bedürftig und schwach. Als Kind fehlten mir alternative Strategien, meine Bedürfnisse anders oder selbst zu erfüllen. Daher war es da einfachste, die Verbindung zu mir selbst zu kappen und alles an Bedürfnissen und Gefühlen zu ignorieren.
Mir gefällt an Deinem Buch, wie Du Work, GFK und die Intelligenz des Körpers geschmeidig verknüpfst. Ich mag wie Du Situationen so beleuchtest, dass ich davon auch etwas bei mir finden kann. Und dann beschreibst Du Deinen Weg der Begleitung. Aus Deinen Zeilen kann ich herauslesen wie wichtig es für mich ist, die Work mit allen Sinnen zu machen und nicht nur mental 🙂
Ich empfinde beim ehrlich sein immer eine gewisse Verletzlichkeit. Ich mache mich angreifbar. Im Moment halte ich zurück was ich wirklich über die Arbeitssituation in meiner Firma denke um nicht noch mehr Schwierigkeiten zu bekommen. Es ist nicht leicht konstruktive Kritik zu üben, bei Menschen die es nicht hören wollen. Dein Buch hilft mir klarer zu werden und die Dinge mit anderen Augen zu sehen. Danke
Liebe J., ich freue mich dass dir das Buch gefällt! 🙂
Gäbe es eine Möglichkeit, deine Bedürfnisse gegenüber anderen zu äußern, ohne die Erwartung, dass di anderen diese Bedürfnisse erfüllen sollen? Das würde dich ja dann nicht bedürftig werden lassen, oder? Vielleicht kannst du dein Gegenüber auch bitten, dass ihr gemeinsam darüber nachdenkt, wie du dir selber diese Bedürfnisse erfüllen könntest… vielleicht erzählt der Andere dann auch, wie er/sie das handhabt und ihr kommt in ein interessantes Gespräch?
Liebe Grüße
INA
Danke Ina für Deine Rückmeldung.
Eine Möglichkeit meine Bedürfnisse anderen gegenüber zu äussern könnte sich durch das Hinterfragen des Glaubenssatzes „Bedürftigkeit macht mich schwach“ ergeben. Ist das wahr? Wirklich? Und wie fühlt sich das Gegenteil an? Da finden sich dann die Strategien, mit deren Hilfe ich meine Bedürfnisse anders oder selbst erfüllen kann. Und das führt für mich auch zu einer gelassenen Haltung, die mich unabhängig von dem anderen macht, wenn ich mein Bedürfnis äussere. Ich bin dann nicht mehr bedürftig. Insofern birgt das eine neue Handlungsoption.
Wunderbar! 🙂
Ich hab Angst vor Ablehnung, weil es für mich wichtig ist, gemocht zu werden. Vielleicht ist es auch die Angst, verlassen zu werden und einsam zu sein. Ich halte auf der Arbeit oft meine Meinung darüber zurück, wie die Kollegin mit Urlaubsplanung umgeht. Sie ist leider nicht besonders teamfähig und nimmt kaum Rücksicht auf den Rest vom Team. Mein Wunsch von ihr gemocht zu werden geht aber so weit, dass ich mich anpasse und unterordne und nichts dazu sage, dass sie bspw. fast alle Brückentage für sich beansprucht. Das ist irgendwie ein Muster, was ich von meinen Eltern auf sie übertrage. Offenbar kommt sie mir von ihrer Ausstrahlung her wie ein Elternteil vor, das ich überzeugen muss.
Ich bin schon fertig mit dem Buch und fand es richtig ermutigend, bestärkend und auch berührend, wenn Sie so ganz offen von Ihren eigenen Erfahrungen berichten. Die Zusammenfassung am Ende der Kapitel finde ich auch immer sehr hilfreich und auch die Übungen zum Umsetzen. Ich habe mich aber (noch) nicht getraut, es jetzt gleich auf Arbeit umzusetzen. Das erste Kapitel war jedenfalls schon ein richtig guter Einstieg in das Thema. Auch so zum Reflektieren!
Liebe Corry, wie toll, dass du schon so weit durchblickst, woran es liegt, dass es dir schwerfällt, mit dieser Kollegin ehrlich zu sein. Und ich verstehe, wie schwer es wird, wenn diese Kollegin dich irgendwie an deine Eltern erinnert… Gibt es im Buch irgendwo eine Möglichkeit/ Formulierung, die du mit der Kollegin mal ausprobieren könntest? Magst du alleine ein bisschen herum probieren, bis du eine Formulierung gefunden hast, die dir passend erscheint und sie dann mal aussprechen?
Liebe Grüße
INA
Ja, ich habe mir sogar schon einen Satz rausgeschrieben. Ich finde auch gut, dass man das offen ausspricht, dass einen dieser Schritt Mut kostet.
Ja, wenn ich das ansprechen kann, sind meine Gesprächspartner meist sanfter mit mir, weil sie spüren können, wie es mir geht. Und sie könnne das spüren, weil ich den Mut hatte, mich damit zu zeigen, dass es mich Mut kostet… 😉
Liebe Ina!
Zu 1
In der großen Runde möchte ich nicht naseweiß klingen oder auftreten- da halte ich lieber den Mund. Gleichzeitig fühle ich mich jedoch ungesehen, feige und nicht ehrlich mit mir selbst!
Das ist kein verbundener Zustand, weder mit den anderen noch mit mir selbst.
Vielleicht ist es eine Form mangelnden Selbstvertrauen s und natürlich auch die Angst vor Ablehnung!
Zu 2
Wie fühle ich mich gerade?
Wie kann ich besser zu mir stehen und zum gegenwärtigen Moment?
Das übe ich gerade; mit mir allein geht es inzwischen schon sehr gut!
Aber mit dem anderen oder in der Gruppe ist es immer wieder schwierig, da das innerliche „beim anderen sein“ mit der Überlegung, was gefällt nun meinem Gegenüber am besten, was wünscht es sich…..
Es war ein jahrzehntelanges anerzogenes Verhalten (im Sinne, stets brav und lieb alle Erwartungen erfüllen) und dabei das Gefühl für mich selbst völlig verlernt und verloren 😞
Zu 3 und 4:
Ich habe dein Buch am 23.12. erhalten und es war das schönste Weihnachtsgeschenk!
Ich habe es in den Weihnachtstagen verschlungen.
Ich bin begeistert davon, dich, liebe Ina und dein Leben ungeschminkt, ungeschönt, lebensecht und authentisch mit zu erleben und gleichzeitig lernen zu können!
Welch‘ ein Geschenk!
Gewissermaßen ein praktischer Ratgeber und ich werde es immer wieder zur Hand nehmen!
Danke, danke❣️
Ich hoffe, es wird Fortsetzungen geben!
Liebste Grüße von Christel
Liebe Christel, ich freue mich sehr, dass dieses Buch für dich so ein Geschenk ist! Danke, dass du das so deutlich ausdrückst! 🙂
Eine Möglichkeit, die ich sehe, wie du dich ehrlich zeigen könntest, wäre, beim nächsten Mal eine kleine Vorrede zu machen (vor dem, was du eigentlich sagen möchtest) und eben genau zu sagen, dass du dich bis jetzt immer zurückgehalten hast, weil du nicht naseweiß klingen möchtest, du dich jetzt aber mal trauen möchtest und die anderen auch um Feedback bittest, ob sie das, was du gleich sagen wirst, als naseweiß empfinden. Du könntest auch dazu sagen, dass dich das jetzt ordentlich Mut kostet, du dich aber mal trauen willst.
In meiner Erfahrung gibt es nach sollen Mutproben eine Menge Respekt aus der Gruppe und es erhöht das Ehrlichkeitslevel der ganzen Gruppe. Vielleicht nicht sofort, aber doch langfristig… könnte das möglich sein?
Herzliche Grüße
INA
Liebe Ina,liebe Lesegruppe,
Ich sitze gerade auf der Bettkante- Tag 4 nach einer Kopfoperation !!!
Es ist meiner Meinung nach nichts wichtigeres, als seiner Ehrlichen Meinung Ausdrdruck zu geben!!!
Ich kenne das Buch noch nicht- habe allerdings Ina schon einige Zeit im Blick und erkenne mehr und mehr was ich mir mit verstellen unbewusst angetan habe!!!
Lg Katharina
I
Liebe Katharina, ich wünsche dir gute Genesung!
Und das Erkennen, was man sich da angetan hat mit Strategien, die man zwar gelernt hat, die einem aber nicht nützen: Das Erkennen ist aus meiner Sicht ein wichtiger erster Schritt. Auch der Schmerz, der mit der Erkenntnis einhergehen kann, ist wertvoll. So spüre ich deutlich, dass ich einen für mich stimmigeren Weg einschlagen möchte…oder?
Ich war schon immer jemand, der gut „Nein“ sagen kann und habe mich nicht angepasst und so verhalten, wie es erwünscht ist, wenn ich absolut der Meinung bin, dass es nicht zu mir passt. Ich bin damit bei mir geblieben, habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass man sich damit im Leben nicht viele Freunde macht. Die meisten Menschen passen sich an um dazuzugehören. Ich traue mich, in den Konflikt zu gehen, wenn ich es für richtig und notwendig halte. Das muss man aber auch aushalten können.
Das Ehrlichkeit und Konfliktfähigkeit im Leben belohnt werden, kann ich leider nicht bestätigen.
Hallo liebe Heike, danke, dass du das so ehrlich mitteilst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr an der Art und Weise liegt, WIE ich meine Wahrheit äußere, ob andere mich verstehen können und ob sie meine Freunde werden. Lange Zeit hatte ich eine recht große Art, meine Wahrheit zu sagen, die andere vor den Kopf gestoßen hat und ich habe erst gelernt, wie ich nichts von meiner Wahrheit zurückhalten muss und es dennoch so ausdrücken kann, dass meine Freunde Freunde bleiben oder welche werden. Konnte dir das Buch da an irgendeiner Stelle einen Impuls geben?
Liebe Grüße
INA
Hallo liebe Ina,
Ich brauchte etwas Mut, diese Zeilen zu schreiben und mache es jetzt einfach.
Ich müsste mich erstmal mit mir selbst auseinander setzen, mich ehrlich wahrnehmen und fühlen und nicht mehr vor mir davonzulaufen.
Wenn ich früher gesehen wurde, gab es oft Schläge.
Aus Angst vor Beurteilung halte ich mich sehr zurück.
Ich weiß noch nicht, wer ich in Wahrheit bin.
Dein Buch, was ich von meiner Freundin geschenkt bekommen habe, ist schon durchgelesen.
Wenn ich mich irgendwann traue, mich selbst sehen zu wollen/zu dürfen, dann werde ich es nochmal mit anderen Augen lesen können.
Was mir auf jeden Fall sehr gefallen hat, ist deine Ehrlichkeit und Offenheit in deinem Buch. Es macht Mut, es auch zu sein.
Liebe Grüße, Silke
Hallo liebe Silke, ich danke dir, dass du dich getraut hast, diese Zeilen zu schreiben und du dazu gesagt hast, dass es dich Mut gekostet hat. So kann ich gut mit dir mitfühlen. Dich selbst ehrlich fühlen – wäre das nicht ein wunderschöner erster Schritt?
Ja Dankeschön, das ist auf jeden Fall ein erster wichtiger Schritt.
Mich selbst ehrlich zu fühlen fühlt sich gerade sehr stimmig an.
Danke für deine Antwort.
Mit dem ehrlich sein selbst hatte und habe ich eigentlich gar nicht die größten Probleme. Für mich ging und geht es eher darum, auf welche Art ich ehrlich bin. Auf keinen Fall will ich unter dem Deckmantel und mit dem Totschlagargument von Ehrlichkeit unhöflich sein und anderen meine Sichtweisen und negativen Befindlichkeiten aufzwingen. Es gelingt mir immer besser, ehrlich höflich ehrlich zu sein (die Doppelnennung ist gewollt). Und in erster Linie geht es mir natürlich darum, ehrlich zu mir selbst zu sein und das genauso liebevoll und rücksichtnehmend wie mit anderen. Und mit dieser Ehrlichkeit zu mir selbst kann ich auch mal Ja zum anderen sagen, auch wenn ich eigentlich keinen Bock habe. Da bricht mir persönlich – ehrlich gesagt – kein Zacken aus der Krone.
Im Buch habe ich vieles an Tools wiedergefunden, mit denen ich mich schon länger beschäftige, z.B. The Work von Byron Katie und Elemente aus der Achtsamkeitspraxis.
Hallo Solveig,
danke für deinen Bericht! Bei mir hat es recht lange gedauert, bis ich die Art und Weise gefunden habe, die für mich stimmig war. Und auch finde die Ehrlichkeit zu mir selbst sehr wichtig! 🙂
Liebe Ina, tausend Dank für dein Buch und dafür, dass ich hier sein kann <3.
Im Umgang mit meinen liebsten Menschen fällt es mir unendlich schwer, ehrlich zu sein, wenn es um Ärger oder Grenzen oder Kritikpunkte geht, denn ich selber empfinde jedwede Form von Kritik sofort als Ablehnung meiner Person und das schmerzt zutiefst. Und meinen Liebsten möchte ich so einen Schmerz auf keinen Fall zufügen. Damit ich das mal tue – also z.B. Nein sage oder eine Kritik an einem Verhalten des anderen äußere – muss es schon wirklich dick kommen. Mein Verstand weiß natürlich, dass eine Kritik an meinem Verhalten (oder so Aussagen wie: boah, bist du wieder anstrengend! ) nicht als Ablehnung meiner ganzen Person gelten, aber es fühlt sich dennoch irgendwie vernichtend an und das Gefühl/der Gedanke, von meinen lieben Menschen nicht rundum geliebt zu werden, erscheint mir als das Schlimmste.
Mein (gelerntes) Muster/Überzeugung ist, dass man gerne mit mir zusammen ist, wenn man sich mit mir wohl fühlt, wenn ich unkompliziert bin, hilfreich und verständnisvoll. Das ist so verinnerlicht, dass es mir auch wirklich wie die schönste Form des Zusammenseins erscheint. So bin ich auch gleich Sozialarbeiterin geworden ;), damit ich das auch im Beruf noch fein praktizieren kann. Und tatsächlich hat es mir sehr viele herzenswarme Begegnungen beschert, voll gegenseitigem Wohlwollen und Dankbarkeit, die mein Herz so oft leuchten ließen. Da, wo ich es mal anders gemacht habe, z.B. gegenüber der Führungsebene eine Überlastungsanzeige formuliert habe , als es irgendwann echt zu viel wurde, ich also irgendwie unbequem war, war die Erfahrung schmerzlich, denn dann waren die Vorgesetzten 'not amused' denn ich hatte doch zuvor immer alles möglich gemacht und was denn nun los sei? Ob ich nicht mehr belastbar sei?….Und dann merkte ich, dass man mich auch gern gegen jemand jüngeren, der noch 'formbarer und anpassungsbereiter' ist, austauschen wollte.
Da 'anstrengend sein' nie gut ankam, möchte ich auch in meiner Partnerschaft nicht anstrengend sein (wobei mein Liebster schon seit fast 30 Jahren mit mir durch dick und dünn geht – und Gott allein weiß, WIE viele anstrengende Facetten er schon von mir kennengelernt hat ;))) – aber die Angst, dass ihm das irgendwann zu viel wird, ist dennoch immer irgendwie da.
Ich halte sehr oft zurück, wenn ich wütend auf jemanden bin oder ein Nein fühle. Ich habe bemerkt, dass ich spirituelle Ansätze und z.B. auch The Work oder das Ho'oponopono gerne instrumentalisiere bzw. als Ausrede für Konfliktvermeidung missbrauche. Ich überprüfe dann und verstehe, dass das ja letztendlich alles mit mir zu tun hat, die Dinge und das Verhalten des anderen letztendlich meine Projektionen sind und das nehme ich dann als Ausrede um Dinge nicht zu klären. So kam es schon einmal vor, dass ich mich von einem Klienten monatelang unter Druck setzen und mich bedrohen ließ, statt eine Grenze zu setzen.
Ich habe die ersten 6 Kapitel gelesen und einige, die mich situativ gerade angesprochen haben.
Am Buch gefällt mir die Vielfalt der Blickwinkel, das ehrliche Beschreiben deines inneren Erlebens und deine leichtfüßige Schreibweise.
Innerlich zögern tue ich bei manchen Kommunikationsideen. Auf diese Weise zu kommunizieren kann ich mir mit einigen Personen vorstellen, aber mit anderen auch überhaupt nicht. Mein Bruder beispielsweise ist ein ganz handfester Kerl, der klar benennt, was ihm nicht passt, aber ohne 'Du hör mal du und ich fühl gerade hier so einen Druck in der Brust, wenn ich dich das sagen höre'….(das ist jetzt natürlich etwas überzeichnet 😉 ). Er liebt es klar und sachlich und ohne emotionalen 'Firlefanz'. Ähnlich wie so mancher Chef, den ich hatte und mancher Mann aus meinem Umfeld. Und oft kann ich dieser sachlich klaren Kommunikationsweise auch echt was abgewinnen, da ich mich selber schnell im emotionalen Wust verliere.
Wo, was, wie gehen kann, und Sinn macht, das ist spannend für mich und wird mir vielleicht beim weiteren Lesen noch klarer werden.
Liebe Kirstin, ja klar, verschiedene Menschen fühlen sich mit unterschiedlichen Kommunikationsstilen wohl. Meine Erfahrung ist, dass es nicht immer so ist, dass jemand, der selbst recht direkt sagt, was er will und wie es ihm geht – das auf die gleiche Art hören möchte/ kann. Und es könnte auch eine Art der Ehrlichkeit sein, den anderen zu fragen: „Du sag mal, ich möchte dir gern etwas ehrlich sagen und ich habe damit nicht so viel Erfahrung. Hättest du es gerade lieber so direkt oder lieber vorsichtig?“
Und kannst du dir Unterstützung holen, wenn du gern mal aus der Rolle der „Unkomplizierten“ aussteigen möchtest? Auch da könntest du den anderen ins Vertrauen ziehen und dich damit mitteilen, das du aus der Rolle gern ab und zu mal raus würdest, gleichzeitig aber noch nicht viel Erfahrung damit hast – ob ihr da mal gemeinsam Ideen sammeln könntet, wie das möglich wäre… was meinst du?
Vielen Dank, liebe Ina, für deine Rückmeldung. Das klingt gut. Ja, ich könnte den anderen einfach fragen oder mit einbinden ;). Werde ich ausprobieren!
Hej Ina. Dein Buch habe ich nicht und kann daher nur etwas zu deinem 1. Blogartikel schreiben. Ich beschäftige mich schon etwas länger mit der GFK und nehme viele Parallelen war. Z. B. die Punkte Selbstempathie, Empathie geben und die Strategie, also, welchen Weg und Art ich wähle, um mich mitzuteilen / in Verbindung mit der anderen Person zu kommen. Und natürlich auch meine / deine Bedürfnisse und Gefühle. Und darum geht es, so wie ich es verstehe, auch bei dir. Deine Fragen: was fällt dir so schwer am ehrlich sein? Und welche Angst vor Ablehnung spielt dabei eine Rolle. Welche Wahrheit(en) hältst du zurück? Und warum? Meine Antworten: Mir fällt es schwer, wenn mein Druck nicht so groß ist, also ich mit Menschen nicht sehr lange oder selten in Kontakt bin, und ich mich frage, ob es Sinn macht, Dinge anzusprechen, die mich stören. Und ob ich hier auch bereit bin, einen möglichen Konflikt / Verstimmung einzugehen und oder Energie dafür / eine mögliche Lösung zu investieren. Das insbesondere auch dann, wenn der andere z. B. schon recht alt ist und ich höflich sein möchte. Aber auch, wenn der andere eine Tendenz zum Rechthaben / Diskutieren zeigt und ich darauf keine Lust / Energie habe. Angst vor dem, was ich Ablehnung nenne, spüre ich dabei wenig. Selbstkritisch möchte ich ergänzen, dass sehr selten meine Strategie auch ist, ein Gespräch zur Klärung nicht zu führen, um damit die andere Person zu „bestrafen“. LG, Marcus
Hallo Marcus,
magst du dir das Buch mal besorgen? Wir werden hier in der Leserunde viel darauf Bezug nehmen und ich habe ein ganzes Kapitel zu dem Thema, wann es sich für mich lohn, ehrlich zu sein und wann nicht…
Liebe Ina, ich lese das Buch quer, schlage immer wieder auf, lese doppelt oder beginne von vorn.
Schwierig ist es für mich mit dem ehrlich sein, zunächst mir selbst gegenüber.
Ich kenne meine Wahrheit, traue sie mir manchmal noch nicht auszudrücken vor mir selbst, oder sie in Worte zu fassen bzw.zu schreiben
Es gibt da einen Anteil, der sich gern versteckt, nicht gesehen werden will, und sich schon gar nicht zeigen oder etwas sagen möchte. Der innerlich schreit, weh tut, sich aber nicht zu erkennen gibt, aus Angst übergangen zu werden. Klingt irrational und unverständlich, macht es aber oft deshalb sehr herausfordernd anderen gegenüber.
Es zu äußern, das mir Worte nicht über die Lippen kommen, oder verboten vorkommen, sehe ich gerade noch als unmöglich an, aber ich sehe es.
An Deinem Buch gefällt mir zunächst, dass es überhaupt da ist… Es einen Menschen gibt, der so mutig hinter die Kulissen schauen lässt, und gleichzeitig, wie selbstverständlich damit umgeht, dass Ehrlichkeit eben nicht selbstverständlich ist.
Herzlichen Dank dafür!
Ich halte noch sehr meine Gefühle zurück, die dunklen, auch die hellen.
Warum? Weil, ich Angst habe bzw.ein Teil in mir, der es nicht kennt, dass sie überhaupt dazugehören.
Oft merke ich, was ich ehrlich will, und wünsche mir die anscheinende Sicherheit des Alten.
Die Wahrheit macht mir Angst manchmal, weil sie so stark ist, so liebevoll, so konsequent.
Aber ich möchte mutig sein, und das lerne ich mit Deinem Buch.
Manchmal ist es nur ein Atemzug, oder ein Gedanke, an die Wahrheit, an eine Stelle im Buch die in Situationen zum Vorschein kommen, so dass ich Stück für Stück weiter komme.
Liebe Grüße und Danke, dass ich dabei bin, in Deiner Leserunde.
INES
Hallo liebe Ines, ich kenne das gut was du beschreibst. Dass ich mich nach vorne wagen will mit der Sicherheit des Alten und wenn ich das bemerke, muss ich immer lachen. Und ich entscheide mich oft für die Wahrheit des Moments, eben weil sie sich so klar, konsequent und liebevoll anfühlt.
Ich freue mich, dass du mit meinem Buch lernst! 🙂
Liebe Ina,
erstmal vielen Dank für dieses sagenhafte Buch. Ich habe schon eine Liste derer angelegt, denen ich es in aller Freundschaft schenken werde.
Mittlerweile bin ich auf Seite 107 angekommen und lese extra langsam, um mir jede Seite „auf der Zunge zergehen zu lassen“. Es ist ein Gefühl wie nach Hause zu kommen! Mir fallen übrigens beim Lesen viele Beispiele ein, in denen ich diese Unverstelltheit in der Vergangenheit schon richtig gut praktiziert habe und ich bin richtig stolz auf mich, *lach*.
Absolut wiedererkannt habe ich mich zum Beispiel im ergreifenden Kapitel, in dem es um dich und deinen Vater geht. Ähnliches habe ich auch erlebt, aber mir ist es nicht gelungen, mit meinem Vater ein Gespräch in Ruhe über ihn und mich zu führen. Er fühlte sich bei jedem Versuch total provoziert, explodierte und das triggerte meine schmerzhaften Kindheitserfahrungen mit ihm. Für mich war das früher wie verbale Gewalt. Schläge mit Worten … Heute ist sogar das für mich okay, denn ich weiß, dass es ihm aus seiner Biografie und Persönlichkeit heraus gar nicht anders möglich war.
10 Jahre lang sprach ich nicht mit ihm, weil er mich mal wieder massiv beleidigt und ich die Schnauze voll hatte. Dann bat mich meine Schwester, die weicher ist und oft nachgab, wieder den Kontakt zu suchen, als er mit Nierenkrebs im Krankenhaus lag. Sie könne das jetzt nicht nicht mehr alleine stemmen. Ich brauchte zehn Tage intensiver Arbeit mit THE WORK, das ich vor 20 Jahren für mich entdeckte, um auf ihn zuzugehen; ich rief ihn an im Krankenhaus und tat im Witz so, als wäre ich vom Klinikmanagement, fragte, ob er mit dem Service und dem Essen zufrieden war – und das Eis war gebrochen. Die Harmonie hielt zwar nicht lange an, ich blieb aber in Kontakt mit ihm, sorgte jedoch ohne jedes schlechte Gewissen für räumliche Distanz aus Selbstschutz. Er war so voller Vorwürfe – und dafür revanchierte ich mich mit meinen Mitteln, wie mir das Worken zeigte. Meine Methoden, ihn auf Abstand zu halten, waren auch nicht liebevoller. Es stand 1.1, wir waren quitt und uns erstaunlich ähnlich. Der Vorteil: Mit meiner Schwester schweißte mich das alles total zusammen.
Nach einem halben Jahr Pflegebedürftigkeit starb mein Vater am 22. Dezember 2023 mit über 93 Jahren. Eine liebevolle Aussprache hatte es nicht mehr gegeben, er steckte nach wie vor voller Wut, weil er uns vorwarf, wir hätten ihn nicht nach Hause geholt, um ihn dort zu pflegen. Warum nicht, sagte ich ihm einmal sehr freundlich und offen: weil wir uns einfach nicht mit ihm vertrugen, was er doch wisse. Es nützte zwar nichts, denn er wäre ja gar nicht so, ich sei einfach nur empfindlich, egal – mir tat die Unverstelltheit richtig gut.
Im Heim, das wir für ihn gesucht und alles organisiert hatten, fühlte er sich nicht wohl, er war voller Selbstmitleid und Wut. Er wollte sterben, wie er immer wieder sagte, und ich konnte damit sehr gut umgehen. Seine Angelegenheit! Er wollte eine Seebestattung – und meine Schwester und ich waren ehrlich genug zum Umfeld, um zu sagen: „Wir organisieren alles und setzen seinen Wunsch um, werden aber nicht dabei sein. Wir winken ihm von Zuhause aus nach.“ Das konnten sie verstehen oder auch nicht, egal!
Ich weiß dank Byron Katie, dass es die Angelegenheit meines Vaters war, wie er uns sehen wollte und ich hatte schon als Kind nicht das Gefühl, um seine Liebe buhlen zu müssen. Dieses Gefühl der emotionalen Unabhängigkeit brachte mich im Leben sehr weiter (auch bei heftigen Konflikten im Berufsleben) – ich war ja schließlich bei ihm 60 Jahre lang im Traingscamp gewesen, wofür ich ihm heute sehr dankbar bin. Dass er uns (anscheinend!) als schlechte Töchter sah, war mir vollkommen egal – und das ist immer noch so ein tolles, leichtes Gefühl! Worüber ich mit meiner Schwester übrigens wunderbar offen reden kann, denn bei ihr war das Gegenteil der Fall. (Er hat sie einmal so verletzt, dass sie sogar ein Broken-Heart-Syndrom bekam und ins Krankenhaus musste.)
Seit seinem Tod habe ich mich von mehreren mir schon lange zu „barschen“ langjährigen Freundinnen getrennt, die die Vatererfahrungen bei mir triggerten. In aller Ehrlichkeit. Ich betonte, dass sie absolut richtig wären, wie sie seien. So wie mein Vater auch okay gewesen war. Ich wäre es aber auch und wolle mein ungutes Gefühl ernst nehmen. Dass sie sich für mich aber absolut nicht ändern müssten. ICH wollte aber etwas ändern und aufgrund der Vatererfahrungen nichts mehr mit Menschen zu tun haben, deren Energien mir als Hochsensible nicht gut täten. Es gäbe aber sicher viele andere Menschen, die mit ihrer Art bestens zurechtkämen und mit denen es besser matchen würde als mit mir.
Verstanden haben sie es nicht, teils reagierten sie offen wütend – und es ist okay für mich, es bestärkt nur mein JA zum Tschüss. Es ist schlicht ihre Sache und ich akzeptiere, dass sie sauer auf mich sind. Sie dürfen über mich denken, was sie wollen. Alles andere von ihnen zu verlangen, wäre Einmischen in ihre Belange und zudem Krieg gegen die Wirklichkeit, wie Byron Katie sagen würde. Ich denke schließlich auch über sie, was ich will und kann und will ihre Gedanken gar nicht kontrollieren.
Viele weitere Stellen in deinem Buch liebe ich ebenfalls, auch jenes über dich und deine Schwester. Das Buch ist jetzt schon voll mit gelben Klebezetteln. Ganz sicher werde ich es immer wieder zur Hand nehmen. Ich habe allerdings den Eindruck, für Leser*innen ganz ohne THE WORK-Kenntnisse könnte die Methode, wie du sie im Buch vermittelst, ETWAS zu kompliziert sein. Klar, sie können sich ja informieren und auch deine Angebote buchen, aber für mich bleibt es bis jetzt ein Buch für WORK-Fortgeschrittene. Als solches finde ich es genial, auch was die Gliederung betrifft. THE WORK in der Praxis, wunderbar! Möge es alle, die Byron Katies Methode noch nicht kennen, neugierig auf mehr machen. Ich kann jedem THE Work nur empfehlen, denn für mich sind etwa die besagten drei Angelegenheiten, die du im Buch auch sehr gut vermittelt hast, für mein Leben ein echter Game Changer gewesen.
Mich interessiert, ob deine Verwandtschaft, dein Prinz, Klientinnen und Freundinnen, die darin vorkommen, das Buch schon lasen (wenn sie es denn lesen wollen) und wie sie darauf reagiert haben. Ich freue mich jedenfalls schon riesig aufs Weiterlesen!
Dir und allen Mitleser*innen einen schönen Restsonntag und bis zum nächsten Mal!
Ganz liebe Grüße von Susanne
Hallo liebe Susanne, ich freue mich, dass du das Buch an Freunde verschenken möchtest… vielleicht könnt ihr dann auch miteinander üben?
Alle, die im Buch vorkommen, haben es auch gelesen. Zumindest den teil, indem sie vorkommen. Ich habe alle Änderungswünsche ernst genommen und berücksichtigt. Mein Vater war total süss. Er hat gesagt, es sei schön für ihn, in meinem Buch vorzukommen und natürlich nicht sooo schön, mit diesem Thema vorzukommen, dass ihm zwar bewusst sei, aber so schwer umzusetzen. 🙂
Danke schön, Ina, für deine liebe Antwort.
Mit den Freunden zu üben, die dein Buch von mir bekommen werden, ist eine sehr gute Idee!
Klasse, dass deine Protagonisten Einfluss auf ihre Seiten im Buch haben konnten. Wie rührend die Reaktion deines Vaters!
Ja klar, ich fühle ich mich dazu von meinem Herzen her verpflichtet, dass sich die Personen, über die ich schreibe, nicht übergangen fühlen. Was ich schreibe, ist ja auch nur meine Sichtweise… und in den Gesprächen (nachdem sie ihre Geschichten gelesen hatten), ist mir auch nochmal vieles klarer geworden. 🙂
Liebe Ina, liebe Alle,
mir fällt Ehrlichsein dann schwer, wenn ich spüre, dass meine Wahrheit andere enttäuschen, verunsichern oder verletzen könnte. Ehrlich zu sein fühlt sich für mich manchmal an wie ein Risiko: Jemanden zu verlieren, als schwierig oder egoistisch wahrgenommen zu werden.
Ich halte vor allem meine Erschöpfung, meine Grenzen und meinen inneren Widerstand zurück. Oft auch mein „So geht es für mich nicht mehr“. Ich sage dann lieber „Es ist okay“, obwohl es innerlich nicht mehr stimmt.
Warum?
Weil ich Verantwortung für die Gefühle anderer übernehme.
Mich hat das Buch zu Weihnachten erreicht. Welch ein Geschenk! Ich habe das Buch schon komplett gelesen. Sicher nicht zum letzten Mal.
Was mir gefällt:
Die Klarheit. Die Ehrlichkeit ohne Härte. Das Buch lädt ein, hinzuschauen.
Außerdem finde ich die Zusammenfassungen sehr hilfreich.
Was mir schwerfällt:
Dass es nichts beschönigt. Es gibt keine schnellen Lösungen. Es konfrontiert mich damit, dass Ehrlichkeit nicht erst im Außen beginnt, sondern bei mir.
Danke für deine wertvolle Arbeit und dass ich hier dabei sein darf! Alles Liebe.
Liebe Dorit, könnte es sein, dass das Übernehmen von Verantwortung für die Gefühle der Anderen Teil deiner Erschöpfung ist? Ich kenne das soo gut! Und ich konnte lernen, dass Beziehungen erst auf Augenhöhe aufblühen, wenn ich diese Verantwortung ablege. Das Muster hab ich aber noch und ich kann es zum Glück bemerken, wenn es auftaucht. Neulich hat mir ein Freund erzählt, dass seine Firma ihn gerade nicht bezahlen kann, aber schon möchte, dass er weiter für sie arbeitet. Meine Gedanken, die ich bemerkt habe: oh, ihm gehts schlecht, ich muss helfen, ich muss ihm Geld leihen, sonst bin ich keine gute Freundin usw. und, da ich diese Gedanken bemerken konnte, habe ich auch mein altes Muster bemerkt und musste nicht mehr so reagieren. Ich hab einfach mit ihm mitgefühlt, Fragen gestellt und war am Ende recht berührt davon, wie er klar kommt in schwierigen Situationen und dass das in seinem Leben schon immer so war.
Dieses Beobachten und der Raum zwischen Reiz und Reaktion sind für mich sehr sehr hilfreich! 🙂
Liebe Ina,
vielen Dank für deine offene und persönliche Antwort.
Ja, ich erkenne mich darin wieder. Dieses automatische Übernehmen von Verantwortung für die Gefühle anderer begleitet mich schon lange und ich spüre immer deutlicher, wie erschöpfend das ist.
Dein Beispiel hat mir geholfen, das Muster klarer zu sehen und zu fühlen, dass Mitgefühl auch ohne „Tun“ möglich ist.
Ich nehme aus deinen Worten gerade viel mit.
Danke, dass du deine Erfahrung geteilt hast.
Herzliche Grüße
Dorit
Oh schön. Das freut mich! 🙂
Liebe Ina, danke für das Buch. Es ist für mich wirklich sehr besonders, da ich zu dieser Thematik bisher noch kein so ausführliches, persönliches und praxisorientiertes Buch gelesen habe. Derzeit bin ich etwa bei der Hälfte des Buches angelangt.
Ich bin mir gegenüber schon sehr aufmerksam und weiß auch intuitiv, was mir nicht behagt. In der Regel macht sich diese Abgrenzung auch körperlich bemerkbar. Allerdings fällt es mir schwer, damit angemessen umzugehen. Entweder bin ich zu impulsiv und verletze dabei mein Umfeld, in der Regel meine Liebsten. Von denen erwarte ich in der Regel am meisten.
Manchmal sage ich lange nichts, versuche das Fehlverhalten der anderen zu entschuldigen, mich als belastbar zu zeigen und irgendwann bricht es dann doch aus mir heraus. Gelegentlich schaffe ich es allerdings auch, schwierige Situationen mit Ehrlichkeit, gleichzeitig auch Besonnenheit zu lösen und bin dann stolz auf mich, sowie mein verständnisvolles Umfeld. Der schwierigste Punkt ist für mich schon mal die Selbstklärung. Es ist nicht leicht, herauszubekommen, was los ist mit mir. Oft ist es tatsächlich so, dass ich auch zu intensiv nachforsche, ob es mit mir zu tun hat und verneble dadurch erstmal mein wirkliches Anliegen. Wie viele habe ich gelernt, mich anzupassen. Zudem ist es oft so, dass ich gerne auch noch verstanden werden möchte. Die Erkenntnis, dass andere mein Anliegen nicht verstehen oder verstehen wollen, setzt mir leider immer wieder zu. Erfahrungsgemäß geht es mir am Besten, wenn ich das nicht erwarte. Erfreulicherweise werde ich dann doch auch oft verstanden.
Bin schon sehr auf die anderen Zuschriften gespannt.
Liebe Gabriele, danke, ich kann dich gut verstehen. Ich habe früher auch lange versucht, mich belastbar zu zeigen. Und um so länger ich meine echten Impulse und Bedürfnisse nach hinten gedrängt habe, umso heftiger brach es dann aus mir heraus. Die Lösung war für mich, diese Impuls früher in mir zu bemerken und auch früher anzusprechen. Nicht erst, wenn es gar nicht mehr anders geht. Könnte das auch guter Weg für dich sein?
Liebe Ina,
von ganzem Herzen möchte ich zunächst nochmals DANKE sagen .. danke für diese tolle Leserunde und dein tolles Buch!
Mit großer Neugier lese ich jede Seite und hab mich schon so oft wieder gefunden… Es ist sehr inspirierend wie Du Ehrlichkeit lebst, und den ersten Schrecken vor der Begegnung mit ihr nimmst. Für mich wird Dein Buch ganz sicher ein treuer Begleiter, den ich immer wieder zur Hand nehmen werde. Schon jetzt ist klar, dass ich es direkt ein zweites Mal lesen möchte, sobald ich fertig bin (bin auf Seite 168), da einfach so viel wertvolles drin steckt.
Was mir besonders gut gefällt, dass du deine Erkenntnisse am Ende eines jeden Kapitels nochmals zusammenfasst, und uns eine Anleitung zum Selbermachen schenkst. Das ist wirklich klasse und eine große Unterstützung!
Ganz wunderbar finde ich zudem die Mischung aus Erinnerungen an Deine eigene Kindheit, Erfahrungen aus dem Heute, Erfahrungen deiner Klienten, sowie mit deinem Prinzen. Du machst Mut, sich aus der Zurückhaltung seiner selbst zu befreien, um sich wieder in sein wahres Sein aufzurichten.
Was mir so schwer fällt am ehrlich sein?
Interessanterweise ist mir Ehrlichkeit extrem wichtig und einer meiner wichtigsten Werte. Mir selbst ist es immer lieber, wenn mir jemand gerade raus sagt, was er denkt und fühlt – das kann ich greifen, damit kann ich umgehen, wenngleich das im ersten Moment sicher nicht immer angenehm ist.
Bei mir selbst sieht das schon anders aus.
Lange war mir gar nicht bewusst, dass ich mich selbst oft gar nicht traue ehrlich zu sagen was in mir los ist , wie ich mich fühle (und ich selbst somit gegen meinen Wert lebe) – ja, dass ich mich oft nicht traue meine Wahrheit zu leben, mich zu zeigen mit allem was ich bin. Die Angst verlassen/verstoßen zu werden, nicht mehr dazu zu gehören, ist einfach zu groß. Besonders in der Paarbeziehung und zum Teil auch innerhalb der Familie.
Da ich mich unter anderem (noch) sehr stark für das emotionale Wohl anderer verantwortlich fühle, halte mich schon aus diesem Grunde zurück. Niemand darf/soll sich je schlecht fühlen wegen mir. (Und was ist mit mir?).
Schon jetzt bin ich dankbar für Deine Unterstützung am Ende des Buches, mich mit diesen Glaubenssätzen auseinander zu setzen, sie umzukehren, und hoffentlich auch mit der Zeit aufzulösen.
Ich freu mich drauf weiter zu lesen und die weitere gemeinsame Reise hier in der Leserunde.
Herzensgrüße, Dunja
Liebe Dunja, ich freue mich, dass UNVERSTELLT dein Begleiter wird! Ich habe auch solche Bücher, die ich immer wieder lese, wie eine Bibel.
Durch die Überprüfungen meiner Glaubenssätze kam ich immer mehr dazu, mich mit mir selber und dem Leben wohl zu fühlen und die Angst, von anderen verstoßen zu werden, wurde immer kleiner.
Und manchmal sind es ja auch sogenannte „Wachstumsschmerzen“, wenn andere sich nicht wohl fühlen wegen etwas, was ich geäußert habe. In der Komfortzone lernt man halt nicht so viel. Oder?
Liebe Ina
Zuerst ganz herzlichen Dank für das wundervolle Buch und die Möglichkeit hier dabei sein zu dürfen.
Für mich ist diese Buch kein Buch, dass man so schnell mal durchlesen kann. In jedem Kapital habe ich mich 1:1 wiedergefunden.
Das Buch ist ein ganz besonderes Juwel, mit der Kombination des praktischen Beispiels einer Situation, dem Glaubendsatz und den Tipps/Ideen am Ende jedes Kapitels. Wirklich ein Juwel!
Aktuell bin ich beim Kapitel „Die drei Angelegenheiten“.
Und das ist gerade sehr, sehr augenöffnend für mich. Mir war war nicht bewusst, wie oft „bei mir niemand zuhause ist“, während ich ein Gespräch führe ;-).
Am schwersten fällt es mir momentan meinem Mann gegenüber ehrlich zu sein, bezüglich seinem „monologisierten Sprechen“. Es entspricht genau Deiner Situation mit Deinem Vater (1. Kapitel). Er redet und redet ohne Pausen und von Sachen, die mich kaum interessieren. Es triggert mich inzwischen schon so fest, dass es mir schon mulmig wird, wenn er Luft holt zum Erzählen (wo ich noch gar nicht weiss, was er erzählen will). Es scheint ein altes Verhalten von mir zu sein, dass ich lieber nichts sage, bin allgemein sehr harmoniebedürftig. Dieses Verhalten hat sich bei mir schon so eingeprägt mit den Jahren, dass ich gar nicht mehr genau eruieren kann, was mir Angst macht, mich ehrlich mitzuteilen (evtl. Angst jemanden zu verletzen oder auch der Reaktion des Gegenübers nicht gewachsen zu sein).
Der Nachteil meines Verhaltens, mich nicht ehrlich mitzuteilen, ist, dass ich kaum Gesprächspartner kenne, mit denen ich tiefe Gespräch führen kann. Ich glaube, ich brauche wiedermal mal ein positives Erlebnis, was entsteht, wenn ich mich ehrlich mitteile :-).
Liebe Doris, vielleicht findest du dieses positive Erlebnis ja hier in dieser Leserunde. Hier sind alles Menschen versammelt, die auf dem Weg zu mehr Ehrlichkeit sind. 🙂
Und in der Geschichte mit meinem Vater beschreibe ich ja auch, wie laaange es gedauert hat, bis ich mich getraut habe, etwas zu sagen, wie laaange es gedauert hat, bis ich die Worte dafür gefunden habe… vielleicht ist der Reifeprozess bei dir schon im Gange?
Liede Ina
erstmal DANKE für das tolle Buch und die Idee mit der Leserunde.
Ich bin so ungefähr in der Mitte, da ich aber gemerkt habe, dass ich einfach lese und weniger wirklich gefühlsmäßig dabei bin oder übe, lese ich das Buch jetzt nochmal von vorne mit einer Freundin, der ich es zu Weihnachten geschenkt habe.
Mir fiel es immer sehr schwer ehrlich gegenüber meinem Vater zu sein. Wir haben an vielen Stellen unterschiedliche Meinung und ich habe dann immer so was gesagt wie: ich überleg nochmal und ja ich denk nochmal drüber nach und vielleicht …. Ich hatte Angst vor – ja vor was eigenlich, vor seiner Autorität und Kontaktabbruch. Vor ein paar Jahren ist es mir dann tatsächlich bei einem der heißen Themen gelungen klar zu meiner Meinung zu stehen und das ehrlich zu kommunizieren und tata, er konnte es stehen lassen. Da habe ich gemerkt (und dafür musste ich über 50 werden), dass ich durch mein ständiges, ja mal sehen und ich überleg nochmal, ihn immer wieder dazu eingeladen habe, mir seine Meinung immer nochmal und nochmal zu erzählen.
Und ein weiteres Muster ist bei mir, dass ich gerne die Bedürfnisse aller anderen über meine Stelle. Ich bin dann wichtig und toll und alle lieben mich, die ich mich immer so toll kümmer. Das hat auch dazu geführt, dass es mir oft schwer fällt, meine Bedürfnisse wirklich zu spüren, und dann ist es auch schwer, mich ehrlich zu zeigen und dann wumms, explodiere ich irgendwann, das ist dann super ehrlich, es ist alles zuviel. Aber es ist dann keine sehr verbindende Art.
Und oft fehlt mir der Raum zwischen Reiz und Reaktion, da will ich jetzt mal meinen Fokus drauf legen.
Und ich übe seit vielen Jahre und feier all die Moment, wo ich mich ehrlich spüre. Mich vor mir selber ehrlich zeigen kann und natürlich auch die, wo es mir gelingt, mich ehrlich vor anderen zu zeigen.
Liebe Katrin,
der Raum zwischen Reiz und Reaktion ist sooo nützlich! Schön, dass du da mal den Fokus drauf legst. Was habe ich mich früher verwickelt, weil ich mir nicht Zeit gelassen habe, erstmal zu spüren, was meine Wahrheit ist. Und diese Verwicklungen haben mich wieder so viel Zeit und Nerven gekostet… Ich bin sehr froh, dass ich mir diesen Raum erobert habe.
Und ich freue mich, dass du so gut spüren konntest, wie du mit deinen vagen Reaktionen, deinen Vater geradezu eingeladen hast, seine Meinung nochmal zu bekräftigen. Es tut so gut, nicht mehr das Opfer von anderen zu sein, oder?
Liebe Grüße
INA
Liebe Ina,
das ist meine erste Leserunde und ich bin gespannt darauf! Dein Buch habe ich fast durch gelesen und mich in einigen Situationen sehr wiedergefunden (z.B Vater & Schwester Kapitel). Allerdings habe ich erst am Ende begonnen, mit einem Highlighter für mich Wichtiges zu unterstreichen, denn ich sehe dein Buch als ein Arbeitsbuch. Die für mich relevanten Kapitel werde ich auf jeden Fall noch einmal lesen.
Zu deinen Fragen: ich habe häufig die Angst, wenn ich etwas ehrlich sage oder frage, dass es für mein Gegenüber und dann auch für mich unangenehm sein könnte. Ich denke für mein Gegenüber mit (und bin nicht bei mir zu Hause) und mute mich dann selbst nicht zu. Meine Überlebensstrategie war es, unkompliziert zu sein und auf die Erwartungen von meinem Umfeld zu reagieren. Ich bin aufgewachsen mit einer 2 Jahre älteren Schwester, die als Kind öfter schwer krank und länger im Krankenhaus war. Da das unsere Familie sehr belastet hat, habe ich mich zurück genommen und versucht, möglichst wenig Ärger zu machen. Ich habe meine Umgebung abgescannt, ob wann, was und wie ich etwas sagen kann, damit ich niemanden überfordere oder enttäusche. Das mache ich z.T. heute noch so. Ich möchte meinem Gegenüber nicht unangenehm sein, indem ich meine Bedürfnisse äußere.
Wenn ich mich jedoch zu lange zurück gehalten und funktioniert habe, dann kann ich mein Anliegen nicht mehr normal mitteilen oder frei um etwas bitten. Denn dann habe ich die Situation schon zigmal in meinem Kopf bewegt, über den anderen und seine mögliche Reaktion nachgedacht und wenn ich dann damit rausrücke, ist es alles andere als natürlich. Daran möchte ich etwas ändern.
Dein Buch und deine ehrlichen persönlichen Geschichten machen mir Mut, dass es Lösungsansätze dafür gibt. Danke dafür!
Liebe Ute, ich freue mich, dass das Buch dir nützlich sein kann. Und was für eine gute Erkenntnis, dass du dich nicht mehr normal mitteilen kannst, wenn du dich lange zurückgehalten und funktioniert hast.
Ich konnte dadurch, dass ich gelernt haben, meine Aufmerksamkeit mehr bei mir zu haben, immer schneller bemerken, dass ich gerade wieder nur funktioniere oder wieder nur versuche, für den anderen unkompliziert zu sein. So konnte ich mich auch schneller ausdrücken und es hat sich nicht so viel angestaut!
Könnte das auch ein Weg für dich sein?
Hallo Ina, ich habe dein Buch komplett gelesen. Mir gefalllen deine Beispiele besonders gut, die kann ich gut auf meine Situationen übertragen. Ich habe mich vorher schon recht intensiv mit GfK beschäftigt, die Haltung finde ich sehr gut, die 4 Schritte sind mir oft zu “ hölzern“. Ich bin dabei, mehr und mehr authentisch zu sein, aber es war ein sehr langer Weg. In Kontexten, die mir wichtig sind und wo offensichtlich für mich etwas unstimmig läuft, bekomme ich das mittlerweile ganz gut hin. Nicht immer reagiert mein Gegenüber so, wie ich mir das wünsche, aber es ist dennoch wichtig für mich, es ausgesprochen zu haben. Es gibt aber immer noch spezielle Situatonen, in denen ich Unbehagen eher ertrage, bevor ich andere in eine blöde Situation bringe. Gerade heute hatte ich so eine Situation. Ich tanze Tango Argentino und ein älterer Mann hat mich nicht durch Blickkontakt ( üblich) , sondern durch direkte Ansprache aufgefordert, so dass ich nicht wirklich ablehnen konnte. Dann hat er mich 1 Tanda ( = 3 Tänze lang) in den Klammergriff genommen und ich hatte die ganze Zeit sein penetrantes Parfum in meiner Nase. Aber ich dachte, ich muss die 3 Tänze jetzt duchhalten. Dass kann ich ihm nicht antuen, dass ich jetzt abbreche. In solchen Siuationen habe ich noch keine Lösung gefunden, abzubrechen wäre ein Affront dem anderen Gegenüber.
Hallo liebe Anja, danke, dass du diese Tangosituation so plastisch schilderst – wenn du magst, kannst du mit dieser Erinnerung üben. Wenn du magst, könntest du mal schauen, ab welchem Moment du eigentlich schon wusstest, dass du mit diesem Mann nicht tanzen magst. Und du kannst in der erinnerten Situation schauen, wie es sich anfühlt, dir die Zeit zu nehmen wenn er dich fragt. Und was du dann gesagt hättest. Wir sind ja auch nicht verpflichtet, immer sofort zu antworten! 😉
Wenn du diese erinnerte Situation nochmal neu durchspielst, gönnst du dir neue Erfahrungen und deine neuronalen Netzwerke verstehen, dass du dort lang willst… das setzt auch einen Lernprozess in Gang…
Liebe Grüße
INA
Liebe Ina,
Vielen Dank für diese Leseerfahrung mit deinem Buch. Es macht wirklich Freude und hat auch schon einige Prozesse in Gang gesetzt. 😉
hier sind die Antworten auf deine Fragen:
– was fällt dir so schwer am ehrlich sein? Und welche Angst vor Ablehnung spielt dabei eine Rolle?
Früher war es vor allem die Angst vor Zurückweisung, Angst um meine „Sicherheit“ (ein Gefühl wie öffentlich auf dem Marktplatz zu stehen und der Gefahr ins Auge zu sehen mit faulen Eiern und Tomaten beworfen, mit Hohn und Spott überschüttet zu werden. Bespuckt und Ausgestoßen.) Angst vor Unsicherheit, einem Gefühl, dass sich in mir nicht gut anfühlt und dem ich ausweichen möchte.
Heute ist für mich das Problem nicht mehr so sehr das ehrliche mitteilen an und für sich, sondern den Mut zu finden mich zu öffnen, damit das möglich ist. Wenn ich mich mit Menschen wohl fühle und es mir wichtig ist mein Inneres mit ihnen zu Teilen geht es gut. Aber bei Menschen oder in Situationen mit denen ich unsicher bin, mich leicht angegriffen oder unverstanden fühlen könnte, fällt es mir sehr schwer mich zu öffnen. Will ich das Risiko eines Angriffs und damit einer Verwundung nicht eingehen. Einige Ursachen dafür sind mir bereits bewusst, (ich gehe den Weg der Selbsterkenntnis und Selbstliebe ja schon eine ganze Weile) aber die Abwehrmechanismen meines Nervensystems sind oft sehr schnell und automatisiert.
Ich bin zum Beispiel sehr dankbar dafür, dass ich mit meinem Mann diese Art der ehrlichen Kommunikation schon seit Jahren leben darf. Immer wieder falle ich in meine alten zum Teil kindlichen Muster und fühle mich verletzt oder nicht verstanden. Ich verlasse dann die Situation und dann prüfe ich es (das Muster/die Verletzung/den Gedanken) für mich und mache meine inneren Prozesse. Danach gehe ich wieder zu meinem Mann und frage ob wir noch mal darüber sprechen können was passiert ist. Und es hat immer dazu geführt, dass wir uns beide danach wieder sehr nah sein konnten. Weil wir uns danach beide verstanden und gehört gefühlt haben.
Was mir auch sehr geholfen hat, war ein Agreement, das wir am Anfang unserer Beziehung geschlossen haben. Wir haben für uns ganz klar gemacht, dass es zwar möglich ist, dass wir den jeweils anderen mit unserem Verhalten oder Worten triggern können, aber wir das niemals absichtlich machen. Also das von keinem von uns die Absicht besteht, den anderen verletzen zu wollen. Mir hilft das, in Situationen in denen ich mich verletzt fühle, es nicht auf ihn zu projizieren, sondern die Ursache der Verletzung in mir zu suchen und zu finden. Dann kann ich wieder zu ihm gehen und es kommunizieren. Sehr heilsam.
Trotzdem wünsche ich mir, dass diese Situationen gar nicht erst entstehen und die Glaubenssätze (GS) die diese Verletzungen hervorbringen endlich ein Ende finden.
-welche Wahrheit(en) hältst du zurück? Und warum?
Z.B. meine Wahrheit über das Leben. Mit Gleichgesinnten teile ich diese Weltansicht gerne, mit „Gedanken-Gegnern“ hingegen nicht. Das heißt, dass ich auch innerhalb der Familie sehr genau darauf achte mit wem ich über was spreche. Eigentlich schade.
Warum?
Meine Erfahrung belächelt zu werden, angegriffen oder angeschaut als würde etwas mit mir nicht stimmen. Das ich weltfremd bin. Stimmt im Prinzip ja auch. „Ihrer“ Welt bin ich fremd.
– wo bist du gerade im Buch?
auf Seite 168 😉
– was gefällt dir am Buch/ was nicht?
Ich mag die Art der Sprache; die Beispiele aus deinem Leben. Sie lassen mich verstehen was du sagen möchtest. Oft sind Bücher und Beispiele sehr abstrakt. Bei dir habe ich das Gefühl dabei zu sein. Mich mit einfühlen zu können und manchmal bin ich überrascht über die (deine) Lösung. Ich mag es, dass du dir Zeit lässt zu fühlen und nicht sofort eine Antwort haben musst. Auch ein Programm in mir, „ich muss es sofort wissen, sofort können“. Es tut so gut mir Zeit nehmen zu dürfen.
Lichtvolle Grüße von Herz zu Herz
Liebe Sabrina, ich bin mitlerweile (ich glaube seit in Corona so viele Meinungen auseinander gedriftet sind) auch vorsichtig, mit wem ich was bespreche. Wenn jemand nicht offen ist, meine Sicht der Dinge zu hören, strenge ich mich nicht mehr dafür an. Dann berichte ich nicht von mir. Für mich fühlt sich das sehr natürlich an und ich finde es nicht schade. Das ist irgendwie ein natürlicher Aussiebeprozess, denn ich habe ja bereits Menschen, mit denen ich mich verstehe und schöne, verbindende Gespräche führe.
Und wie schön, dass du mit deinem Mann ehrlich sein kannst, das ist mir auch viel wert. Du schreibst: „Trotzdem wünsche ich mir, dass diese Situationen gar nicht erst entstehen und die Glaubenssätze, die diese Verletzungen hervorbringen endlich ein Ende finden.“
Hast du deine Glaubenssätze schonmal mit The Work überprüft?
Liebe Ina,
ja ich habe schon mehrfach auch mit „The Work“ gearbeitet, und ich merke das ich alleine immer wieder Schwierigkeiten mit den Umkehrungen habe. Da fehlt mir wohl einfach die entsprechende Anleitung und Übung.
Liebe Sabrina, ja, die Umkehrungen sind für Anfänger immer recht schwer zu bilden. Aus meiner Sicht ist die Formulierung der Umkehrungen bereits ein Schritt des Umdenkens in Richtungen, in die wir noch nie gedacht haben. Ich geb dir ein Beispiel:
GS: Er verletzt mich.
Umkehrung zu mir selbst: Ich verletze mich.
Umkehrung zum einfachen Gegenteil: Er verletzt mich nicht.
Umkehrung zum anderen: Ich verletze ihn.
Umkehrung ins äußerste Gegenteil: Er umsorgt/ schützt/ hält/ heilt mich.
Kannst du damit etwas anfangen?
achso, und dann gibt es noch die sogenannte „Juhu“ Umkehrung. Die würde dann lauten: Juhu, er verletzt mich.
Damit könntest du schauen, warum es gut sein könnte, dass er dich verletzt.
Vielen Dank, liebe Ina.
Salut, liebe Ina, ich bin ungefähr in der Mitte des Buches … nachdem ich gemerkt habe, daß ich es nicht einfach am Stück weglesen möchte (obwohl es dazu einlädt 🙂 und ich mit einigen Abschnitten, manchmal nur Sätzen, noch etwas „sitzen“ möchte. Immer dann, wenn eine Erinnerung auftaucht.
Früher war meine größte Angst, verlassen zu werden, wenn ich ehrlich bin. Mich ehrlich zeige – mit allen Gefühlen, mit Gedanken und Bedürfnissen. Das lag am frühen Tod meiner Mama und dem „Auftrag“ meiner Schwester, daß ich das neue Leben in der Pflege-, später Adoptivfamilie, nicht vermasseln dürfe. Also habe ich viele Jahre versucht, immer die Stimmung im Raum zu scannen, die Bedürfnisse anderer vorherzusagen und mich möglichst unsichtbar zu machen.
Davon konnte ich viel aufarbeiten und lösen.
Aktuell spüre ich immer dann eine Angst vor Konsequenzen meiner Ehrlichkeit, wenn mir die Person entweder sehr wichtig ist oder wenn ich mit einem Menschen schon sehr lange „in den alten Mustern“ verbunden bin.
Das ist total krass: Es ist mir wirklich erst beim Lesen Deines Buches aufgefallen. Je länger ich mich einem anderen Menschen nicht authentisch und wahrhaftig zugemutet habe, desto schwieriger finde ich es. Desto mehr Glaubenssätze wirken.
Der Gedanke, den ich entschlüsseln konnte, lautet: Wenn ich das jetzt anders sage, mich anders zeige oder verhalte, denkt dieser Mensch, vorher war alles „gelogen“. Ich stöbere gerade in meiner Erinnerung, woher ich das kenne – ich weiß, es gab den Vorwurf mehrmals. Und häufig habe ich dann einen Rückzieher gemacht, mich entschuldigt oder Begegnungen gemieden. Was schade ist.
Ich habe auch wieder beim Lesen und Nachspüren gemerkt, daß es damit zu tun hat, mich rechtfertigen oder erklären zu wollen. Und beides ist anstrengend.
Gerade lese ich das Kapitel mit den Angelegenheiten und kann nur sagen: Danke fürs Augenöffnen! Das hat auch wieder etwas in mir geöffnet.
Eine Frage an Dich ist: Wie kann ich aus dem mich erklären wollen noch schneller aussteigen? Ich übe schon länger, den Raum zwischen Reiz und Reaktion auszudehnen, aber ich verheddere mich dann innerlich fast immer im auf mich schauen. Zu gucken, welcher Anteil bei mir lag … gibt es manchmal eine „Abkürzung“, die ich nehmen kann, ohne mich aus der Verantwortung zu stehlen UND ohne zu sehr ins Selbstreflektieren zu kommen? … oder geht es nur so :-).
Liebe Grüße zu Dir von Martina
Liebe Martina, könnte es sein, dass du dich in dem Raum zwischen Reiz und Reaktion verhedderst, weil du in diesem Raum nachdenkst? Meine Erfahrung ist, dass dieser Raum am besten und schnellsten wirken kann, wenn ich den Raum einfach nur herstelle und ihn dann mal machen lasse, ohne über etwas nachzudenken. Ich atme, lehne mich zurück und gebe meinem Nervensystem Zeit, dass es sich sortieren kann. Das sind oft nr ein paar Sekunden, die niemand (ausser mir) bemerkt. Nach diesen Sekunden weiß ich viel besser, worum es mir wirklich geht und wie ich reagieren möchte. Magst du das mal ausprobieren?
Oh, liebe Ina, danke für diesen Impuls – und Ja! Ich denke und grüble, reflektiere in diesem Raum. Weil sich das Ego sofort einmischt, wie ein innerern Lösungsdetektiv, der sofort losrennt.
Ich hab schon beim Lesen Deiner Antwort ein inneres Aufseufzen gespürt und mehr Weite im Herzen (und Bauch :-)), danke.
oh schön! 🙂
Liebe Ina,
ich danke dir sehr für das Buch! Schon die erste Geschichte hat so sehr mit mir resoniert, da sowohl meine Schwiegermutter als auch eine sehr enge Freundin von mir sehr viel Redeanteil einnehmen, wenn man sie denn lässt. Und ich lasse sie. Über die Jahre stieg allerdings meine Unzufriedenheit damit. Ich mache mir häufiger Gedanken à la „Es macht keinen Unterschied, ob ich hier gerade zuhöre oder sie es einer Wand erzählt“, „Ist das die Basis unserer guten Verbindung, dass ich es über Stunden ertragen kann/konnte, zuzuhören?“, „Höre ich lieber nur zu, weil ich dann weniger von mir preisgeben muss? Bin ich nicht eigentlich froh, nicht so viel reden zu müssen?“, um nur einige Gedanken zu nennen. Ich habe mir in gemeinsamen Urlauben schon angewöhnt, mitzuteilen, wenn ich gerade keine Kapazitäten mehr habe und dass ich gerne später weiterreden würde. Ich finde allerdings deine Option, in den körperlichen Kontakt zu gehen, liebevoll die Hand auf die andere zu legen, so viel besser und weniger schroff, dass ich mich richtig darauf freue, es auszuprobieren.
Denn mit am schwersten beim Ehrlichsein fällt es mir immer, die richtigen Worte zu finden. Doch manchmal braucht es gar nicht viele Worte, um sich ehrlich mitzuteilen. Manchmal reicht schon eine Berührung.
Eine Wahrheit, die ich oft zurückhalte, ist, dass mich vieles gar nicht interessiert, was mir erzählt wird. Aber darum geht es ja auch gar, dass es mich unterhalten soll, sondern dass die andere Person es scheinbar für so wertvoll hält, es mir zu erzählen. Und natürlich erzähle ich auch nicht non-stop interessanten Kram. Und deshalb behalte ich mein Desinteresse meist für mich. Weil ich denke, es ist angenehmer, mir etwas eben anzuhören, als zu sagen, dass ich gerade lieber über etwas anderes reden oder gar schweigen würde.
Ich auf Seite 157 und mir gefällt der Aufbau besonders gut. Es ist so alltagsnah, so nachvollziehbar und konkret. Ich markiere mir so einiges und freue mich jeden Abend vorm Schlafen darauf, es zu lesen.
Herzlichen Dank!
Hallo liebe Evelyn, all diese Gedanken kenne ich auch, besonders den mit der Wand und dass ich hier austauschbar bin, dass der andere einfach keinen anderen Menschen gefunden hat, dem er das erzählen kann… und schön, dass du es mal mit dem „Handauflegen“ 😉 probieren möchtest.
Was ich manchmal mache, wenn mich das, was z.B. mein Prinz erzählt, nicht wirklich interessiert: Ich sage: Du, warte mal kurz – möchtest du, dass ich mir das behalte? Ich merke, dass ich mich gerade nicht so gut darauf konzentrieren kann, was du erzählst… wenn du es einfach nur mal erzählen möchtest, erzähl ruhig weiter. Und ich glaube, ich kann mir das nicht behalten…“
Daraus ist mitlerweile die Kurzvariante geworden: „Erzähl ruhig, aber erwarte nicht, dass ich mir das merke!“
Dann lachen wir, er kann erzählen und die Hälfte rauschst bei mir durch und das ist für uns beide nicht schlimm. Sehr mühelos ist das…
Hallo Ina,
ehrlich und angepasst sein sind für mich immer fließende Übergänge, je nach dem, worum es geht und wie wichtig etwas für mich ist, so leicht oder schwer ist es.
Nun bin ich Anfang fünfzig und lebe in einer WG mit zwei weiteren Frauen. Mit der einen gab es von Anfang an „Reibereien.“
Was ich viel schwerer finde ist der Umgang, wenn andere (in dem Fall meine Mitbewohnerin) ihre Angelegenheiten zu meinen macht. Z.B. kann sie Räucherstäbchen nicht ausstehen und rastet aus, wenn andere (In dem Fall ich) auch nur welche im Zimmer liegen haben und der Duft aus dem Zimmer strömt.
Nun habe ich im Dezember nach einer Krebstherapie meinen Geburtstag in der WG gefeiert (alles war abgesprochen). Als die Partymusik begann war es meiner Mitbewohnerin schlagartig zu laut.
Erst wollte sie, dass wir die Musik leiser drehen, dann kam sie und schloss einfach die Tür des Partyraumes in der Whg., ich öffnete sie wieder. Dann kam ihr Freund und wollte, dass wir die Musik leiser drehen, weil sie in ihrem Zimmer sitzt und ausrastet.
Dann hat sie die Wohnung verlassen und kam später wieder. (das ist eine von vielen Situationen, wo sie unkontrolliert versucht andere durch ihr extremes Verhalten dazu zu zwingen, sich ihren Bedürfnissen anzupassen)
Für mich und meine Gäste war dieses Verhalten sehr unangenehm und befremdlich und ich war stinksauer auf sie.
Ich habe zweifach ein ehrliches Gespräch mit ihr geführt. Sie sieht keinerlei Anteil in ihrem Verhalten und geht auf Angriff über (sie fühlt sich sehr schnell angegriffen) und sieht somit auch keinen Grund sich zu entschuldigen.
Ich war also ehrlich und habe ihr gesagt, dass mich ihr Verhalten getroffen und wütend gemacht hat. Ich habe mich in meiner Verletzlichkeit und Wut gezeigt. Auch sie hat sich gezeigt, aber es kam zu keinem Gespräch darüber, wie wir nun damit umgehen wollen. Ein weiteres Gesprächsangebot von mir hat sie als unnötig abgelehnt.
Ich merke, dass ich seit diesem Vorfall so etwas wie einen echten „Bruch“ mit ihr in mir fühle und sehr auf Distanz bin.
Sie geht immer wieder auf mich zu und tut so, als wäre nichts gewesen, doch für mich fühlt sich das falsch und unehrlich an und ich spreche kaum ein Wort mit ihr.
Das liegt mitunter daran, dass es eben wiederholt passiert und diesmal an einem für mich wichtigen Tag mit Freunden.
Ich möchte gerne erkennen, welche Glaubenssätze in mir wirken und wie ich mich davon frei machen kann.
Ich wünsche mir sehr, dass ich die Situation einfach loslassen kann und mir treu dabei bleibe. Und ich möchte meine Wut losassen. Sie hat offenbar einen Punkt in mir „gekränkt“ der mir sehr wichtig ist.
Und: Ich möchte in meinen Angelegenheiten sein.
Kannst du mir dazu weiterhelfen?
Leider hat meine Offenehit nicht so gut funktioniert, wie bei dir und deinem Vater…
Natalie
Hallo liebe Natalie, früher habe ich geglaubt, ich müsste noch toleranter sein und allen ihr Leben lassen UND ich konnte das auf engem Raum nicht so gut. Nach einigen Works dazu habe ich festgestellt, dass das Gegenteil für mich viel wahrer ist. Heute ziehe ich meine Grenzen viel enger (auf engem Raum). Ich bitte um klare Vereinbarungen, zur Not schriftlich, so dass wir immer wieder nachschauen können, was wir vereinbart haben. Wäre das eine Variante für dich? Im Sinne eines harmonischen Zusammenlebens genauer zu fixieren, was wann für wen ok ist? Klingt für mich so, als hätte es für deinen Geburtstag eine glasklare Absprache gebraucht… und klar, das ist am Anfang auch nicht leicht, fühlt sich dann aber soooo gut an! 🙂
Liebe Ina, ich finde Dein Buch sehr lesenswert und die Idee dieses Lesezirkels grossartig! Freue mich sehr, dabei zu sein, Danke!
Ich spüre immer eine grosse Hemmschwelle, mich ganz ehrlich zu zeigen, da ist etwas in mir wie:
– Ich darf nicht anstrengend sein
– Wir sind so grundverschieden, das muss man gedeckelt halten, sonst kann das nicht funktionieren
– er mag mich nur pflegeleicht
– er ist überfordert, er mag sich nicht öffnen, er mag sich nicht in die Karten schauen
– wenn ich zu viel will, zieht er sich zurück
– ich weiss gar nicht recht, wie ehrliches, respektvolles und verbindendes Sprechen geht.
Liebe Barbara, hast du schon mit The Work gearbeitet? Wenn ja, hast du Lust, diese Glaubenssätze mal zu überprüfen? Und wie wäre es, deine Aufmerksamkeit mehr in dein eigenes Leben zu holen? Zu schauen, was du möchtest, was für dich stimmig ist. Und sie nicht so viel bei anderen zu haben? Du darfst dein Leben aus dir heraus leben, aus deiner ureigenen Stimmigkeit! 🙂
Liebe Ina, liebe Leserunde,
danke für die vielen offenen Gedanken und Eindrücke. Mir tut es sehr gut beim Lesen zu merken, dass ich nicht alleine damit bin, manchmal Angst davor zu haben, ehrlich zu sein. Obwohl ich schon einen Partner verloren habe, weil es mir nicht gelungen ist, ehrlich zu sagen, was ich fühle und brauche, habe ich noch immer Angst vor Ablehnung, besonders in einer Partnerschaft. Den Zusammenhang zwischen meinen Glaubenssätzen und Schwierigkeiten beim Ehrlich sein habe ich vor dem Lesen des Buches nicht so deutlich gesehen. Jetzt habe ich schon mal ein Bewusstsein dafür und möchte ganz gezielt damit arbeiten.
Das Buch habe ich bereits Ende Dezember einmal komplett durchgelesen. Erst ist es mir ein wenig schwer gefallen, mich auf das Buch einzulassen. Ich wusste nicht so recht, ob ich es von Vorne beginnen oder mich doch erst noch einmal mit „The Work“ am Ende des Buches wieder vertrauter machen sollte. Oder mit einem der Glaubenssätze beginnen, die mich im Inhaltsverzeichnis neugierig machen? Ich habe schon das Arbeitsbuch zum Loslassen von Dir, Ina, gelesen und damit gearbeitet. Deswegen hatte ich wohl zunächst die Erwartung, dass ich wieder „an die Hand genommen“ und durch das Buch geführt werde. Ich habe mir dann ein wenig Zeit gegeben, mich von der Erwartung zu lösen und mich einfach auf das Buch eingelassen. Und was ist passiert: ich wollte es nicht mehr aus der Hand legen und habe es wirklich gern gelesen! Und ich freue mich, es nun anteilig erneut zu lesen – ab Donnerstag habe ich dann auch wieder Zeit dafür und bin sehr gespannt auf den Blogartikel zum Thema Partnerschaft.
Herzlichst, Ani
Liebe Ani, wie schön, dass du einen Weg gefunden hast, dich auf das Buch einzulassen! Und super, dass du den Zusammenhang zwischen deinen Glaubenssätzen und den Schwierigkeiten beim Ehrlichsein entdeckt hast! 🙂
Hallo liebe Ina,
mir ist beim Lesen (Seite 31) etwas aufgefallen. Situation im Café (Paris).
Du schreibst von dem Pärchen, was sich neben euch gesetzt hat und wovon der Mann laut telefonierte.
Erstmal hätte ich damit auch Probleme 😉
Mir ist dabei aufgefallen, dass ich es außerdem total unhöflich empfinde, dass der Mann so lange telefoniert und seine Begleitung ignoriert. Oder ist die Begleitung anderweitig beschäftigt gewesen? Vielleicht hast du dich auch so aufgeregt, weil du an die Begleitung gedacht hast und auch für sie gekämpft hast?
Drüber habe ich lange nachgedacht und spreche es jetzt einfach mal an. Meine Frage: Was war eigentlich mit der Begleitung des Mannes?
Ich merke in mir ein altes Problem von „nicht wichtig sein“.
Könnte ich mal The work drauf machen 🤔
Liebe Grüße, Silke
Hallo liebe Silke, ehrlich gesagt, habe ich nicht an die Begleitung gedacht. Ich habe keine Ahnung, wie seine Begleitung. Das Telefonieren findet, ob sie das stört und das ist alles ihre Angelegenheit. Ich habe nur für mich gesprochen.
Und ist es nicht interessant, wie der Verstand arbeitet? Dass er dir in der Geschichte vor allem deinen eigenen Glaubenssatz zeigt, dass du Angst davor hast, nicht wichtig zu sein?
Genau, es ist natürlich ihre Angelegenheit 😉
Ja, das finde ich auch sehr interessant, wohin es mich geführt hat. Und ich bin gespannt, was mir mein Verstand beim lesen deines Buches noch so alles zeigen wird.
Ich habe gerade deine Audio „die Gefühle der anderen sind wichtiger als meine eigenen“ gemacht.
Und der Ball liegt wieder in meinem Feld. 😉👍
Vielen Dank liebe Ina für deine Arbeit und deine Hilfestellungen.
Liebe Grüße, Silke
Liebe Ina, ich bin Dir sehr dankbar, dass ich hier mitmachen darf. Ich kaufe mir oft Bücher & dann lese ich sie nicht & jetzt fühle ich den Druck, dass ich noch nicht angefangen habe. In meiner Familie wird nicht viel über Gefühle gesprochen und mir fehlt die Nestwärme. Ich habe als Kind nicht gelernt, dass ich mich fallen lassen kann & in der Familie gehalten und unterstützt werde. Ich habe gelernt, dass ich viel tun muss & lieb sein muss, um dazu zugehören & ich will dazu gehören, weil ich eine „Familie“ wünsche. Dafür stecke ich meine Bedürfnisse nach hinten & bin wie du es beschreibst (lächle obwohl ich traurig bin, bleibe & halte aus, obwohl ich gehen will, sage nicht immer meine Meinung oder relativiere, um nicht aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden). ABER ich merke auch immer öfter, dass ich mir zwar Tiefgründige Gespräche wünsche, aber a) nicht immer / schlecht Zugang zu meinen eigenen Gefühlen habe b) mich gar nicht öffnen will, weil ich dann verletzt werden kann oder „ausgeliefert“ bin und ich die Kontrolle verliere & ich Angst habe in ein Loch zu fallen & ich auf unbekanntes Terrain komme. Besonders halte ich einen tiefen Austausch mit meinen Eltern zurück. Bei meinem Vater fordere ich Zuviel und er zieht sich komplett zurück und will keinen Kontakt und dabei will ich nur geliebt werden und zu seiner neuen Familie dazu gehören und bei meiner Mutter habe ich Angst, dass ich sie völlig überfordere. Und wenn ich im Urlaub bin habe ich totale Sehnsucht nach ihr & wenn wir uns treffen schafft sie es zu 75% mich direkt aus der Bahn zu werfen & wir gehen aufeinander los & eigentlich wollen wir das beide nicht, aber hängen fest … Ich freue mich sehr auf dein Buch & habe den Anfang gemacht und lese jetzt weiter.
Liebe Anja, es könnte sein, dass du in dem Moment, wo du fühlen und aussprechen kannst, dass du gerade keinen Zugang zu deinen Gefühlen hast, oder Angst hast, verletzt zu werden wenn du dich öffnest – dass das schon der authentische Zugang zu einem tiefgründigen Gespräch sein könnte.
Schreib doch gern mal, wenn du im Buch weitergelesen hast, ob du etwas gefunden hast, was du z.B. mit deiner Mutter mal ausprobieren möchtest. Ob du dir vorstellen kannst, dass irgendein Impuls aus dem Buch dich weiterbringen kann.
Liebe Grüße
INA
Liebe Ina, ich habe das nächste Kapitel gelesen (der Raum zwischen Reiz und Reaktion) und ich musste oft grinsen, weil ich es so nachvollziehen kann. Besonders das mit dem Handy im Bus. Das werde ich auf jeden Fall üben und mir dafür ein, zwei Techniken von Deinen Vorschlägen ausprobieren und wenn es mir gelingt trainieren. Das werde ich auch mit meiner Mutter probieren. Die Tipps und „meine Erkenntnisse“ finde ich super. Innerhalb des Kapitels hat sich für mich nicht ganz aufgelöst wie Du von „was löst den Ärger im Bus aus“ zu „ich wollte früher immer anderen helfen“ gekommen bist. Mit den Tipps erst einmal zu spüren und dann zu reagieren bevor das Nervensystem übersprudelt werde ich ausprobieren 🙌 Jetzt lese ich weiter & wünsche dir einen wunderschönen Abend. Liebe Grüße Anja
Liebe Ina, ich habe das nächste Kapitel gelesen (der Raum zwischen Reiz und Reaktion) und ich musste oft grinsen, weil ich es so nachvollziehen kann. Besonders das mit dem Handy im Bus. Das werde ich auf jeden Fall üben und mir dafür ein, zwei Techniken von Deinen Vorschlägen ausprobieren und wenn es mir gelingt trainieren. Das werde ich auch mit meiner Mutter probieren. Die Tipps und „meine Erkenntnisse“ finde ich super. Innerhalb des Kapitels hat sich für mich nicht ganz aufgelöst wie Du von „was löst den Ärger im Bus aus“ zu „ich wollte früher immer anderen helfen“ gekommen bist. Mit den Tipps erst einmal zu spüren und dann zu reagieren bevor das Nervensystem übersprudelt werde ich ausprobieren 🙌 Jetzt lese ich weiter & wünsche dir einen wunderschönen Abend. Liebe Grüße Anja