Gewaltfreie Kommunikation   von Marshall Rosenberg

Vor vielen Jahren zog ich in meiner Bibliothek ein schmales Bändchen aus dem Regal. Ich las die erste Seite und sah mich dann nach einem Stuhl um. Deutlich spürte ich: das muss ich jetzt hier sofort lesen. Nach einigen Seiten liefen mir Tränen über die Wangen. Ich war berührt. Ein tiefer Traum in mir war durch die gelesenen Worte angerührt worden. Ehrlich sagen können, was ich empfinde und wünsche OHNE die Angst, den anderen dabei zu verletzen oder vor den Kopf zu stoßen. Sollte das wirklich möglich sein? 

Auf der ersten Seite dieses Heftchens stand sinngemäß:
„Lerne, auszudrücken, was in gerade dir lebendig ist und was dein Leben schöner machen würde.“

Für mich hieß das, ich lerne eine Form, die, bei häufigem Anwenden in Fleisch und Blut übergeht. Durch diese klare Form gerate ich nicht mehr in alte, automatisierte Muster, die den anderen anklagen, Vorwürfe machen oder fordern, den anderen manipulieren möchten und mir selber weh tun. Ich kann mich also auf friedliche, gewaltfreie Weise mitteilen und den anderen frei lassen. Ich kann den anderen etwas bitten, und wenn er NEIN sagt, nach anderen Wegen Ausschau halten.

Die GFK ist für mich kein Weg, mich vor Ehrlichkeit herumzumogeln. Tiefe Ehrlichkeit verbindet und macht frei. Das Gerüst ermöglicht mir, frei aus dem Herzen zu sprechen.

Wie bei THE WORK arbeiten wir hier mit unseren Urteilen über andere Menschen und erkennen in ihnen unsere eigenen, unerfüllten Bedürfnisse. Werden meine Bedürfnisse mir bewusst, kann ich sie aussprechen. Und kann ich sie aussprechen, steigt die Chance, dass sie erfüllt werden.

Wenn du dich davor scheust, anderen zu sagen, wie es in dir aussieht, könntest du dir diese vier Schritte zu eigen machen:

1.  Ich beschreibe einen Fakt (Situation, Auslöser, Beobachtung)

Wenn ich sehe / höre / erlebe ….

Versuche, nicht zu interpretieren oder zu bewerten. Beschreibe nur das, was du tatsächlich wahrnehmen konntest.

2)  Ich beschreibe mein Gefühl

dann fühle ich mich …

Hier braucht es schon etwas Übung, um zwischen Gefühl und Gedanke zu unterscheiden. Oft höre ich Klienten sagen: „ich habe das Gefühl, dass der andere mich angreift, mich demütigt oder mich bestraft.“ Dies sind schon Interpretationen oder Unterstellungen.

Gefühle sind z.B.: Kälte, Ziehen, Prickeln, Stechen, Enge, Druck, Kribbeln, Weite, Schwere, Wärme, etc..
Echte Gefühle, wenn Bedürfnisse nicht erfüllt sind, sind z.B.: alarmiert/ ängstlich/ verärgert/ verlegen/ verwirrt/ frustriert/ wütend.
Echte Gefühle, wenn Bedürfnisse erfüllt sind z.B.: behaglich/ erfreut/ entspannt/klar/locker/unbeschwert/ befreit/ frei.

3.   Ich berichte von meinem Bedürfnis

weil ich das Bedürfnis nach …. habe

Bedürfnisse sind immer positiv! Sie erhalten unser Leben und bereichern es. Sie sind die Motive für all deine Handlungen. Alles was du tust,  ist sozusagen der gelungene oder weniger gelungene Versuch, deine Bedürfnisse zu erfüllen.

Bedürfnisse sind z.B. : Bedürfnis nach Ruhe, nach Nähe, nach Spiel/ Harmonie/ Austausch/ Respekt etc. Bedürfnisliste (LINK)

4.   Ich äußere eine Bitte

Deshalb bitte ich dich,
Deshalb hätte ich gerne, dass …

Eine Bitte ist keine Forderung! Beim Äußern einer Bitte bist du dir bewusst, dass der andere NEIN sagen kann. Mit diesem vierten Punkt bitten wir uns selber oder jemand anderen um etwas ganz Konkretes und Machbares, was sich auf das Hier und Jetzt bezieht. 

Zur GFK gehört noch wesentlich mehr, als ich hier darstellen möchte. Hast du ein weiterführendes Interesse, kannst du dich im Internet oder vielleicht auch in deiner örtlichen Bibliothek erkundigen.

Literatur: Marshall B. Rosenberg, Gewaltfreie Kommunikation, Junfermann Verlag

 

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